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verhindern,  daß  sie  Arbeitszeiten  wählen,  wie  die  von  ıo  Uhr
abends,  die  sich  didaktisch  wertlos  und  hygienisch  schädlich
erweisen.!)  Der  Abend  hat  frei  zu  sein  von  jeglicher  geistiger
Zwangsarbeit,  er  diene  den  häuslichen  Liebhabereien  des
Kindes,  dem  Lesen,  dem  Familienleben.  Bei  der  Einteilung,
wie  ich  sie  für  den  Winter  vorgeschlagen  habe,  wird  allerdings
  einige  Wochen  lang  bei  Licht  gearbeitet  werden  müssen,
für  diese  Zeit  wird  es  sich  vielleicht  empfehlen,  daß  seitens
der  Lehrerschaft  das  Maß  insbesondere  der  schriftlichen  Hausarbeiten
  herabgesetzt  wird.  Aus  der  Einteilung  des  Nachmittags
  für  Sommer  wie  Winter  ergibt  sich  aber  auch  die
dringende  Forderung,  wenn  nur  einigermaßen  die  Freiluftbewegung
  zu  ihrem  Rechte  kommen  soll,  nicht  die  ganze
Woche  das  Schulkind  mit  Privatunterricht  oder  Hilfeleistungen
  zu  belasten.  Der  Sonntag  ist  von  Hausaufgaben
freizuhalten,  auch  hier  wird  die  Ermahnung  des  Lehrers  und
die.  Strenge  der  Eltern  vieles  ausrichten  können.  Sehr  wichtig
ist.  es  auch,  daß  an  sehr  heißen  Sommertagen  die  Hausaufgaben
  eine  besondere  Einschränkung  erfahren.  Für  die
Ferien  sollen  überhaupt  keine  Aufgaben  gegeben  werden.
Ferner  empfiehlt  es  sich,  nach  anstrengenden  Klassenspaziergängen,
  auch  wenn  dieselben  am  Vormittag  veranstaltet
wurden,  die  Hausaufgaben  zu  reduzieren,  wenn  nicht  ganz  zu
erlassen.

V
Die  Hygiene  des  Arbeitszimmers,

Nun  einige  Worte  über  die  Hygiene  des  Arbeitszimmers.
Das  Kind  muß  in  einem  hellen,  gut  ventiliertem  Raume
arbeiten,  in  einem  Raume,  wie  Oberlehrer  Dr.  Hoffmann-Lübeck
  in  einer  kürzlich  veröffentlichen  Programmabhandlung
über  „Schuljugend  und  Elternhaus*  sagt,  „aus  dessen  Luft
seine  Lungen  ausreichende  Nahrung  für  sein  arbeitendes  Hirn

.-..  1)  Dr.  E.  Meumann,  Haus-  und  Schularbeit.  Leipzig,  Jul.  Klinkhardt,
1904,  S.  54.