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holen  könnten“.!)  Daß  gerade  in  dieser  Hinsicht  nicht  alles
zum  besten  bestellt  ist,  weiß  jedermann.  Erfreulicherweise
wird  neuerdings  in  vielen  Städten  durch  den  Abbruch  alter
‚Stadtteile  dem  Gewirr  enger  Gassen  mehr  und  mehr  ein
Ende  bereitet,  so  daß  sich  auch  den  ärmeren  Familien  die
Wohltat  heller  luftiger  Wohnräume  erschließt.

Der  Arbeitsplatz,  von  dem  aus  man  bei  Tagesbeleuchtung
ein  Stück  Himmel  sehen  müßte,  sei  möglichst  nahe  dem
Fenster,  doch  derart,  daß  das  Licht  linksseitig  auf  das  Arbeitsobjekt
  fällt.  Sonnenstrahlen  müssen  vermieden  werden.  Man
verstelle  das  Fenster  nicht  mit  Blumen,  die  Tapete  sei  hell,
die  Vorhänge  am  Fenster  ziehe  man  zurück.  Man  verbiete
den  Kindern  jegliche  Lese-  oder  Schreibarbeit  in  der  Dämmerung.
  Muß  im  Winter  eine  Lampe  benutzt  werden,  so  sei
sie  hell,  mit  Zylinder  und  Schirm  versehen.  Niemals  werde
bei  offenem,  flackerndem  Licht  gearbeitet.  Auch  bei  künstlicher
  Beleuchtung  muß  das  Licht  linksseitig  auf  das  Arbeitsobjekt
  fallen,  die  Lampe  muß  sich  in  der  Nähe  des  Arbeitenden
  befinden,  doch  derart,  daß  der  Arbeitende  nicht  in
die  Lichtquelle  sehen  kann.  Zuweilen  wird  es  sich  empfehlen,
über  dem  Glasschirm  der  Lampe  noch  einen  dunklen  Schirm
aufzulegen.  Die  Beleuchtung  des  Arbeitsplatzes  wird  dadurch
eine  intensivere  und  die  Belästigung  des  Auges  durch  die
Lichtquelle  eine  geringere.

Da  wo  es  den  Eltern  möglich  ist,  empfiehlt  sich  die  Anschaffung
  eines  Arbeitssubsells  für  die  Kinder,  denn  es  ist
von  außerordentlicher  Wichtigkeit,  daß  sich  die  letzteren  bei
der  Arbeit  eine  richtige  Haltung  angewöhnen,  und  daß  sie
nicht  zu  Hause  wieder  zunichte  machen,  was  die  Schule  in
dieser  Hinsicht  mit  vieler  Mühe  und  Ermahnung  Gutes  gestiftet
  hat.  Im  übrigen  mögen  für  das  Arbeiten  die  Vorschläge
  gelten,  wie  sie  Leo  Burgerstein  in  seinem  ganz
trefflichen  Werkchen  „Zur  häuslichen  Gesundheitspflege
der  Schuljugend“  (Leipzig,  Teubner,  1905.  Preis  ıo  Pf.)
zusammengestellt  hat,  aus  dem  ich  folgendes  entnehme:

ı)  Hoffmann:  Schuljugend  und  Elternhaus.  Programmabhandlung  des
Katharineums  zu  Lübeck.  1904.  S.  18.