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sich  ferner  noch  die  auch  vom  unterrichts-hygienischen  Standpunkte
  gerechtfertigte  Forderung,  auf  keinen  Tag  mehr  als
eine  Klassenarbeit  zu  legen  und  zwar  zum  mindesten  in  denjenigen
  Klassen,  wo  der  Lehrer  der  Klassenarbeit  eine  häusliche
  Vorbereitung  zugrunde  legt,  wie  dies  ja  oft  vorzukommen
  pflegt.  Gerade  für  die  Klassenarbeit  arbeitet  der
Schüler  am  intensivsten  und  oft  sehr  lange,  weil  er  weiß,
daß  sie  einen  maßgebenden  Faktor  bei  seiner  Versetzung
bildet;  hat  er  sich  nun  für  zwei  Arbeiten  vorzubereiten,  so
tritt  sehr  leicht  Überbürdung  ein.

IX,
Schluß.

Die  vorhergehenden  Ausführungen  haben  gezeigt,  daß
wir  uns  bei  der  Behandlung  der  Hausaufgabenfrage  nicht
bloß  von  pädagogischen  Erwägungen  leiten  lassen  dürfen,
sondern  daß  auch  die  Hygiene  ihre  Ansprüche  macht.  Es
gäbe  bei  der  letzteren  gewiß  noch  vieles  zu  erörtern.  Es
sei  mir  hier  nur  gestattet,  gerade  noch  einiges  in  dieser  Hinsicht
  in  den  Kreis  meiner  Betrachtungen  zu  ziehen,  was  im
Vorhergehenden  noch  unberücksichtigt  geblieben  ist.

Als  ersten  Punkt  erwähne  ich  diejenigen  Schüler  der
höheren  Lehranstalten,  die  geistig  nicht  derartig  veranlagt
sind,  daß  sie  selbst  nach  Wiederholung  einer  oder  der  anderen
  Klasse  mitarbeiten  können.  Wir  dürfen  diese  als  Norm
bei  der  Bemessung  der  häuslichen  Arbeitszeit  nicht  zugrunde
legen.  Leider  werden  seitens  der  Eltern  oft  gerade  diese  als
Beweismaterial  für  die  Überbürdung  angeführt.  Solche  Kinder
können  allerdings  stundenlang  vor  der  einfachsten  in  der
Schule  bis  zum  Überdruß  vorbereiteten  Hausaufgabe  sitzen,  ohne
etwas  zustande  zu  bringen.  Künstlich,  mit  einem  Aufwand  an
Privatunterricht  werden  sie  notdürftig  durch  eine  bis  2,  höchstens
  3,  Klassen  geschleift,  sich  und  dem  ganzen  Unterrichtsbetriebe
  zur  Last.  Solche  Kinder  gehören  eben  nicht  in  eine
höhere  Anstalt;  auch  in  einer  Volksschule  würden  sie
nicht  mitkommen,  überhaupt  in  keinem  Massenbetrieb.  Leider