1.  Das  Kirchspiel  Slabbenbagen  (Dänischenhagen).  23

3.  Rabendorp  1352,  ein  früh  niedergelegtes  Dorf,  dessen  Ländereien
zu  dem  Gute  Niebültke  (1649)  gezogen  sind,  das  noch  z.  T.  die  Namen
der  alten  Koppeln  erhalten  hat,  z.  B.  Rabensdorfer  Koppeln,  die  alle
wie  Pankenrade,  Krütz,  Wühren,  Bredensteen,  Horst  niederdeutsches
Gepräge  tragen.  Jetzt  existiert  nur  ein  Katendorf  Rabendorf.  Der
Begründer  hat  dem  Dorfe  seinen  Namen  gegeben;  über  vier  Hufner
aus  dem  Jahre  1352  siehe  unten.

4.  Schirnhagen  1410,  jetzt  Dorf  Schirnhagen;  vergl.  Schierenhorst
im  Holsteinischen  u.  a.;  von  schir  „Grenze,  Grenzbezirk“.

5.  Stole  1476,  jetzt  Dorf  Stohl;  ob  der  Name  den  „Gerichtsstuhl“
  bezeichnen  soll?

6.  Sprengh  1462,  jetzt  Dorf  Sprenge,  am  Ursprung  (Quelle)
eines  Baches  belegen,  daher  sein  Name:  vergl.  Sprenge  1263  im  Kirchspiel
  Eichede.

7.  Vresenhagen  1476,  jetzt  Landstellen  Fresenhagen;  die  Ländereien
sind  zum  Teil  zum  Gute  Barkenmoor  (1648)  gezogen.  Der  Name
weist  auf  eine  ursprünglich  friesische  Ansiedelung  hin,  die  sich  sonst  auf
diesem  ganzen  Kolonialgebiete  nicht  wiederholt.  Vergl.  Gut  Fresenhagen
in  der  Karrharde.

8.  Stürenhagen  1415;  1507  tom  Sturenhagen,  jetzt  Dorf  Sturenhagen.


9.  Koldehovede  1410;  Koldehovte  1476,  jetzt  Gut  Kaltenhof;
der  ältere  Name  beweist  nichts  für  das  Bestehen  eines  alten  Gutes;
er  setzt  sicher  ein  vergangenes  Dorf  voraus.  Ahnliche  Namen  mit
kolden-  in  Holstein  sowie  die  Menge  der  Flurnamen,  Auslauten  auf
sõren  (und.  sor  trocken),  barg,  wie  der  Grabhügel  Hunnenbarg,
horst  u.  a.  zeigen  nur  niederdeutsches  Wesen.

10.  Ratmersdorb  1325,  ein  nach  1648  niedergelegtes  Dorf,
j.  Gut  Rathmannsdorf.  Die  Flurkarte  v.  J.  1783  weist  nur  niederdeutsche
  Namen  auf,  wie  Cierendik,  Striedhorst,  Dierksrade,  Langhasselkamp,
  Korsholbn,  Wühren,  Papenhörn,  Fahrenhorst,  Ohlenseeden,
  Bierenbek,  Plessen,  Hölzung  Hollin  u.  a.  Der  Name  des
vergangenen  Dorfes  weist  auf  den  Gründer  hin.

11.  Knop  1322;  Otto  van  dem  Knope  1330;  vam  Knope  1356;
knop  —  kleiner  Hügel,  ein  zu  unbekannter  Zeit  niedergelegtes  Dorf,
j.  Gut  Knoop.  Von  Flurnamen  des  Gutes  sowie  des  Meierhofes  Uhlen-