24  Die  Jüten  und  die  Sachsen  in  der  Landschaft  zwischen  Schlei  und  Eider  und  in  der  Arensharde.
.

horst  sind  nach  der  alten  Bruynschen  Karte  bemerkenswert:  Füschn
(Hölzung),  im  Spitzen,  Köhlenholt,  der  Teich  Stoihvik,  Wührn,  Legien,
Rüschkamp  (rüsch  —  Binse,  Schilf),  Jessalskamp  u.  a.  Vergl.  13.

12.  Clawestorp  1495,  j.  Dorf  Clausdorf;  nach  dem  Gründer
benannt.

13.  Kalendorp  1352;  dorp  Calendorp  1497.  Die  Ländereien
des  vergangenen  Dorfes  sind  zu  dem  Gute  Knoop  und  z.  T.  zu  Clausdorf
  gezogen,  wie  die  Flurnamen  ergeben;  der  Name  stammt  von  dem
Gründer.

14.  Seekamp  1350:  Sehekampf  1648,  ein  früheres,  zu  unbekannter
  Zeit  niedergelegtes  Dorf,  j.  Gut  Seekamp.  Unter  den  Flurnamen:
  Vohbrook,  Heisch  (von  hees  der  Buschwald;  vgl.  Abt.  II.  22),
Kahlenbarg,  Diecken,  Distelrade,  Knick,  Dickmissen  (misse  —  Sumpfwald,
  Ekmisse  Wald  1338  in  Bordesholm)  tritt  neben  Bransbrock
auch  ein  vereinzeltes  Miethschau  als  Hölzung  auf,  das  jütischen  Einfluß
zu  verraten  scheint.

Skildekesse  1273;  Thimmo  de  Skildikesse  1273.  1279;
j.  Dorf  Schilksee,  nach  und.  skildeke  —  schildförmiger  Hügel  benannt,
d.  h.  eine  dreiseitige  Fläche  (skild)  andeutend.)

Die  gesamten  Ortsnamen  des  Kirchspiels  sind  niederdeutschen  Ursprungs;
  bezeichnend  sind  die  vier  auf  -hagen  (hage,  hagen  und  Hecke,
lebendiger  Zaun,  bei  Dorfnamen  abgetrennter,  gesonderter  Bezirk),  die
sich  in  den  früheren  Waldgegenden  des  östlichen  Holsteins  so  oft  wiederholen.
  Die  vier  Dörfer  auf  -  dorp  sind  alle  nach  gewöhnlicher  niederdeutscher
  Weise  nach  dem  Namen  des  Gründers  benannt.  Zahllos  sind
die  Flurnamen  auf  -  rode,  -brook,  -horst,  missen,  die  alle  auf  ältere
Rodungen  noch  hindeuten.  Unter  den  Waldnamen  ist  aufsallend  die
Benennung  AMiethschau,  in  dem  Gute  Seekamp,  die,  wenn  sie  richtig
überliefert  und  nicht  verdreht  ist,  nur  aus  dem  Jütischen  skov  (—  Wald)
erklärt  werden  kann.  Da  sonst  im  ganzen  Dänischen  Wohld,  von  der
äußersten  westlichen  Grenze  abgesehen,  auch  nicht  die  geringste  Spur
jütischen  Einflusses  zu  erkennen  ist,  so  ist  der  Ursprung  des  Namens
jedenfalls  nicht  auf  alte  Überlieferung  zurückzuführen.  Von  den  älteren

1)  Hasse  1.  273.  553.  In  dem  Drtsverzeichnis  wird  es  nach  Westfalen
verlegt.  Der  Zusammenhang  in  den  vorliegenden  Urkunden  sowic  die  Zeugen
deuten  m.  E.  nur  auf  unser  Schilksee  hin.