2.  Das  Kirchspiel  Jellenbek  (Krusendorf).  25

Hufenbesitzern  sind  uns  infolge  der  umfangreichen  Niederlegung  der
Dörfer,  deren  Namen  uns  mehrfach  allein  in  den  Flurbenennungen  der
Höfe  bewahrt  sind,  nur  ganz  wenige  urkundlich  bekannt.  Die  bischöflichen
  Lansten  aus  dem  vergangenen  Kalendorp  vom  Jahre  1352:  Make
Kalendorp,  Detlef  Polsc,  Henneke  Hasse,  Detlef  Voget  zeugen  den
übrigen  Verhältnissen  gemäß  von  niederdeutscher  Besiedelung;  nur  aus
dem  Namen  Tresenhagen  darf  man  schließen,  daß  hier  mitten  unter
Niederdeutschen  auch  Friesen  angesiedelt  sind.  Aus  dem  Alter  der
Kirche,  sowie  aus  der  Nachricht,  daß  bereits  König  Waldemar  I.  einen
Teil  seiner  Patrimonialgüter  dem  Schleswiger  Dom  überwiesen  habe,
König  Erich  1259  die  Schenkung  König  Abels  in  Jarnwith  an  den
Dom  bestätigt  ),  läßt  sich  wohl  entnehmen,  daß  mehrere  dieser  Ansiedelungen
  schon  in  die  Zeit  Waldemars  II.  hineinreichen  und  etwa  Slabbenhagen,
  Schilksee,  Kalendorp,  Knop,  Rabendorp,  Bulleke  zu  den  420
Hufen  gehören,  von  denen  der  König  im  Erdbuch  als  von  deutschen
Ansiedelungen  spricht.

2.  Das  Kirchspiel  Lellenbek  (Krusendorf).

Das  Kirchspiel  Jellenbek.  das  sich  eine  Meile  an  dem  Eckernfördern
  Meerbusen  entlang  und  in  geringer  Breite  in  die  Halbinsel
hinein  erstreckt,  zeichnet  sich  auf  dem  Kolonialgebiet  durch  seinen  verhältnismäßig
  geringen  Umfang  aus;  es  scheint  erst  später  von  dem  weit
ausgedehnten  Kirchspviel  Slabbenhagen  getrennt  und  zu  einer  besonderen
Gemeinde  erhoben  zu  sein.  Die  alte  Kirche  lag  auf  freiem  Felde  auf
einer  Höhe  an  der  See,  ziemlich  von  dem  Dorfe  entfernt  bei  dem  Bache
Jellenbek,  von  dem  auch  das  Dorf  und  die  Kirche  den  Namen  erhielt.
Noch  um  1649  rechnet  Mejer  nur  Jellenbeck,  Krusendorf  und  halb
Stubbendorf  dazu;  erst  später  sind  von  Slabbenhagen  Nienhof  und
von  Gettorf  Noer  und  Gronewohld  eingepfarrt;  auch  ward  die  Kirche
erst  1735  nach  Krusendorf  verlegt,  wovon  das  Kirchspiel  seitdem  den  Namen
  trägt.

1.  ellenbek,  Jelmbek  1318.  1319;  1359  Gellenbeke,  1463
Jellembeke,  ein  vergangenes  Dorf,  nach  dem  Bache  benannt.  Vergl.
Gelenbeke,  j.  Gellenbek  1113  in  Hannover,  Jellenkamp  bei  Wrist,
Jelmberg  in  Cismar.

1)  Hasse  I.  186:  possessiones  quasdam  in  Jarnwith.