28  Die  Jüten  und  die  Sachsen  in  der  Landschaft  zwischen  Schiel  und  Eider  und  in  der  Arensharde.

jütisches  röge  „kleine  Anhöhe“,  wie  dies  für  die  gleichen  Formen  in
Schwansee  möglich  ist,  sondern  gleich  dem  im  östlichen  Holstein  in  derselben
  Bedeutung  auftretenden  Rögen),  Hölcken  (hol,  Loch,  Erdanhöhung),
Heempenrott  u.  a.  zeugen  wie  der  Name  des  Dorfes  selbst  von  niederdeutscher
  Herkunft.

5.  Askoue  1504;  in  und  to  der  Aschau  1554  und  1590;  1504
und  1514  noch  ein  Dorf,  vor  1632  niedergelegt;  j.  Gut  Aschau,  am
Kronsbek  (1649)  liegend.  Mejer  verzeichnet  noch  Kronsort  und  Landstellen
  in  Asrot  nahe  bei  dem  Hofe.  Über  den  Namen  vergl.  unten.

6.  Burghorst  1450,  tor  Burghorst  1490;  vor  1514  bereits  als
Dorf  vergangen,  j.  Gut  Borghorst.  Die  Flurnamen  Heisch,  Grellenkammer
  (Grellenkamp  von  grille,  Zank,  Streit;  kammer  gewöhnlich  von
Forststücken  in  Holstein),  Rögen  u.  a.  sind  alle  niederdeutscher  Herkunft.

7.  Kakendorp  1504,  Kokendorpe  1514;  um  1630  als  Dorf
mit  4  nicht  vollen  Hufen  und  2  Wurtsassen  niedergelegt;  j.  Gut  Borghorster
  Hütten.  Hölzung  Lopenbokholt,  Koppeln  Kronskoppel,  Krusenkoppel,
  Langenhorst,  Behrsöhlen  (sol,  sal  sumpfige  Niederung,  Sumpfloch,
  oft  in  Holstein)  sind  niederdeutsch.  Der  Name  des  Dorfes  stammt
von  dem  Begründer  Koke,  Kake  (Hasse  III.  414).

8.  Ostorp  1401;  j.  Dorf  Ostorf,  1632  mit  10  Hufen,  darunter
2  wüste.  Vergl.  Ostorp  1416  in  Westfalen,  aber  auch  auf  jütischen
Gebieten,  wie  1440  Osterup  bei  Taps,  Ostrup  bei  Ribe;  alle  enthalten
  einen  Personennamen.

9.  Veldem  1310;  1632  Felme,  Felm.  1632  mit  9  Hufen  und
6  Wurtsitzen,  j.  Dorf  Felm.  Veldem  —  Veldheim,  Velthem,  Veldum,
die  oft  in  Deutschland  auftreten  (Förstemann  544.  45),  im  Dänischen
Wohld  aber  allerdings  ganz  singulär  wegen  der  Endung  -heim.#)

10.  Werleberghe  1316;  1363  villa  Warleborgen  mit  8  Hufnern;
1512  noch  Dorf;  1521  hare  tom  Warleberge,  j.  Gut  Warleberg.
Über  die  alten  Hufner  siehe  unten.

1)  Hasse  III.  214;  1310  verkaufen  Marquardus  miles,  dictus  de  Veldem,
und  seine  Söhne  dem  Kloster  Neumünster  10  Hufen  und  ihren  Teil  an  der
Mühle  im  Dorfe  Bissee.  Da  die  Urkunde  in  Getdhorpe  ausgestellt  ist  und  unter
den  Zeugen  Nicolaus  de  Bundestorpe  (Bünstorp)  und  Albertus  de  Prato  (Wisch)
erscheinen,  so  ist  nicht  abzusehen,  welcher  Ort  anders  als  Felme  gemeint  sein
könne.