44  die  Illten  und  die  Sachsen  in  der  Landschaft  zwischen  Schlel  und  Eider  und  in  der  Arensharde.

Roskilde,  wo  Wapnge  jedenfalls  ein  Personenname  ist.  Die  Flurnamen
von  Waabshof  (1823)  sind  ohne  Ausnahme  niederdeutsch;  hervorzuheben
ist  neben  den  auf  -kamp,  -barg,  -koppel,  -  brook,  -  wisch  endigenden
etwa  Ihlensoll  (Tümpel)  und  Scharp,  niedd.  „abgestumpft“,  wobei
anscheinend  ein  Grundwort  zu  ergänzen  ist.

2.  Bokaenaes  1285,  damals  Krongut  und  Wald;  1382  Holz  zu
Bokensehovede;  j.  Meierhof  Booknis  an  der  Ostsee.  Der  Name  ist  von
altn.  bok,  die  Buche,  niedd.  boke  abzuleiten  und  entspricht  ganz  Bocnes,
Bokenaes,  j.  Bogens  und  Bognes  auf  dänischem  Boden  (Langeb.  VI.
404;  VII.  18).  Zu  bemerken  ist,  daß  auch  in  der  Schliesharde  in
Angeln  ein  Boknis  sich  findet.  An  den  ehemaligen  Waldstand  erinnern
noch  Namen  wie  Danghörst  (wohl  —  dannhörst,  wie  Schröder  schreibt)
und  Utraadwisch  (Schröder  Ultrawiese  —  oldraa,  alte  Rodung),  Holzwisch;
  von  jütischem  Einfluß  zeugen  Hägmaas,  Rodemaas  (mose,  Mohr).
Von  einem  früheren,  niedergelegten  Dorfe,  das  urkundlich  nicht  nachzuweisen
  ist,  könnte  noch  Bührwisch  eine  Erinnerung  enthalten.

3.  Cohovede  1336,  einst  ein  Dorf  mit  7  Hufen  und  einem  Herrensitz,
  seit  1768  Hof  Ludwigsburg  genannt.  Die  Endung  -hovede  zeigt
eine  echt  niederdeutsche  Form;  es  kann  „Gehöfte“,  „Gerichtshof“,  aber
auch  als  howed  einen  Teil  einer  hochliegenden  Landstrecke  bedeuten,
der  winkelartig  in  eine  niedrige  ausläuft  oder  die  Spitze  eines  Waldes.
Vergl.  FHashovede  1402  in  Ditmarschen,  de  Hollehovede  1217  (Hasse  I.
335;  Jellinghaus  263).  Die  Flurnamen  (1823)  des  heutigen  Hofes
Ludwigsburg  ergeben  nur  wenig  jütische  Bestaudteile,  wie  das  alte
liewit.  —  Wald  (Abteil.  I.  66.  83);  wenn  auch  niederd.  wid  Wald
bedeutet,  so  ist  es  in  Schwansen  doch  nicht  nachzuweisen;  Waabsboi,
ein  Grabhügelname,  Hackensrüh  (von  jütisch  ry,  ryde  Rodung)  und
etwa  Gastholz,  nach  den  Gaardseten  benannt.  Von  den  niederdeutschen
Namen  erscheinen  bemerkenswert  Grethendick  von  gret  Wiese,  Weideland
  (doch  niederdeutsch  grete  auch  gleich  „Scheidung“,  „Grenze“),
Rotschecht  nach  dem  gerodeten  Schachtholz  benannt,  Klingenberg  von
klinge  Quelle,  Wraag  nach  Kilian  gleich  brak,  brach,  Tempelhörst  von
tempel,  runder  Hügel,  Aaswisch,  wie  das  holsteinische  Auasbrok  wohl
von  asch,  Esche,  abzuleiten.  —  Die  Flurnamen  der  zu  dem  ehemaligen
adeligen  Gute  Ludwigsburg  gehörenden  Meierhöfe  zeigen  einen  ähnlichen
Charakter.  In  Karlsminde  treffen  wir  nur  als  jütische  Überlieferung  Koi-