48  Die  Jüten  und  die  Sachsen  in  der  Landschaft  zwischen  Schlei  und  Eider  und  in  der  Arensharde.

eine  Wiese  Biscoppeskrok  (krok  —  Ecke,  Winkel,  Krümmung;  altn.  krokr,
nd.  krog)  am  Schwansenersee,  1509  Brantmase,  ebendaselbst  und  wie
die  anderen  jütischen  Ursprungs.  Der  Ortsname  ist  wie  Windeby  auf
dänischem  Boden,  Vindrup  in  Tyrstrup  u.  a.  mit  dem  Personennamen
Winde  zusammengesetzt.  Über  die  früheren  Bewohner  siehe  unten.

4.  KRinkonis  1335  an  der  Schlel;  1445  Rynkenes;  1463  mit
6  Lansten  und  1  Tost  oder  Wurt  (area),  nach  1604  niedergelegt.  Ein
Meierhof  Rinkenis  tritt  in  einem  Gerebyer  Kaufbriefe  1671  auf.  Flurnamen
  des  Hofes  Charlottenburg  und  in  Kopperby  bewahren  noch  den
Namen  des  Dorfes.  Um  1450  (7)  verkauft  Tymme  Block  seinen
Besitz  in  parochia  Swanzen  in  campo  Rinkenisse  an  den  Canonicus
Nicolaus  (Sarow?)  in  Schleswig,  wovon  jährlich  2  Ore  Korn  entrichtet
wurden  1),  wodurch  die  jütische  Agrarverfassung  noch  angedeutet  wird.
Vergl.  Rinkenis  in  der  Lundtostharde.  Über  die  Namen  der  Lansten
unten.

5.  Copperbu  1463,  damals  mit  8  Kirchenlansten;  j.  Dorf  Kopperby,
  vergl.  Kopaerstath  1231  in  Aller,  vom  Namen  des  Gründers
abzuleiten.  Einige  ausgebaute  Stellen  liegen  auf  der  Rodung  Ellerrühe.
  Über  die  Bewohner  siehe  unten.

6.  Espenes  1322,  ein  bischöflicher  Hof  an  der  Schlei,  1463  mit
1  Kirchenlansten;  j.  Häuser  im  Gute  Loitmark,  mit  dem  das  Gut  Espenis
seit  1721  vereinigt  ist.  1509  werden  die  Lansten  Tymme  Wille  und
1532  colonus  Brendt  genannt.  Vergl.  Espehyg  in  Oxbüll,  Aespae
1221  auf  Seeland,  auch  A#spe  bei  Neumünster,  die  alle  nach  dem
Baum  den  Namen  tragen.

7.  Lokmark  1463  an  der  Schlei  mit  3  Lansten,  1640  Loeck--mark,
  um  1600  niedergelegt;  j.  Gut  Loitmark.  Vergl.  Lokmarck  in  Brodersby
  1463  als  Personenname;  Loctorphaereth  1231  (Schluxharde)
u.  a.,  vom  Namen  Lock  abzuleiten.  lber  die  Bewohner  siehe  unten.

8.  Ellemberge  1450,  1482;  Ellenberg  1451  und  später.  Auf
deutschem  Boden  wiederholen  sich  oft  Ellenbergh,  z.  B.  1375  bei  Salzwedel,
  zahlreich  sind  auch  Ellenbach.  Indes  ist  ohne  Frage  Ellenberg
in  Schwansen  aus  Ellemberg  entstanden  (vergl.  Ellaem  1231,  Ellem
I.  115)  und  jütischen  Ursprungs.  Als  landesherrliches  Dorf  ward

1)  Dansk.  Atlas  VII  780.