3.  Das  Kirchspiel  tho  Swantze.  49

es  später  der  Schliesharde  zugerechnet,  seit  1689  in  adeligem  Besitz
und  1691  niedergelegt,  1463  mit  12  Lansten;  j.  kleines  Dorf  Ellenberg.
  Über  die  älteren  Bewohner  siehe  unten.

9.  Nonaes  1285,  Krongut;  1453  mit  10  Lansten,  1543  bestehen
noch  4  Hufen.  1649  verzeichnet  Mejer  noch  Nonis;  bald  nachher
niedergelegt,  zeigt  es  sich  in  Nonsfeld,  einigen  Häusern  im  Gute  Olpenitz,
noch  dem  Namen  nach  erhalten.  ÜUber  die  Lansten  sie  unten.

10.  Ulpaenes  1285  an  der  Schlei,  Krongut;  1463  ist  Olpeniße
ein  bischöflicher  Hof  (curia)  mit  3  und  ein  Dorf  mit  10  Lansten  und
mehr  als  10  areac  oder  Toften;  1543  bestehen  noch  5  Hufen;  j.  Gut
und  Dorf  Olpenitz.  Eine  Weide  heißt  die  Jacken  oder  das  Minne
(altn.  minni  oder  mynni  Mündung,  Offnung  einer  Au  eines  Tales  u.  a.).
Vergl.  Olpenoer  an  der  Schlei,  Ulpaeraa  in  Tyrstrup  u.  a.,  alle  wohl
von  einem  Personennamen  abzuleiten;  1521  Laurens  Haßke  to  Olpenisse.
  1)

11.  Nubel  1463  mit  7  Lansten;  1537  noch  ein  Dorf,  j.  Hof
Nübbelhof  und  einige  Stellen  Nübbelfeld.  Wie  der  Name  zeigt,  eine
jüngere  Gründung  mit  der  hier  nur  vereinzelt  auftretenden  Endung  bul.
Über  die  Lansten  siehe  unten.

12.  Brothersbü  1268;  1420  Brodersbul,  1463  Brodersbu  mit
16  Lansten,  1543  mit  12  Hufen;  j.  Dorf  Brodersby.  Vergl.  Brodersby
in  der  Schliesharde,  Brothaerthorp  1231  (Erdbuch  10.  71),  alle  vom
Personennamen  abzuleiten.  Über  die  alten  Lansten  siehe  unten.

13.  Brokeslot  1268,  vergangener  Ort,  zwischen  Brodersby  und
Höxmark  belegen,  sonst  nicht  weiter  erwähnt;  wahrscheinlich  vom  Namen
Broky  1249.

1)  Gamle  borrig  1285,  Mejer  1649  Oldenborg;  1784  verkaufte  Ahlefeld
  v.  Olpenitz  Ländereien  nördlich  der  Rudera  der  „alten  Burg“  an  die  Stadt
Schleswig,  die  hier  eine  neue  Einfahrt  in  die  Schlei  herstellen  wollte.  Dies
Kastell  bei  Schleimünde  (Saxo  lib.  XIII)  lag  auf  einem  Hügel  südlich  der  Einfahrt.
  Über  die  Uberbleibsel:  Schröder,  Geschichte  der  Stadt  Schleswig  463.
Eine  Ansiedelung  bei  Schleimünde  (Slaesmynnae)  Mynnaesby  (1231)  hat  niemals,
  wie  noch  neuerdings  immer  wieder  behauptet  wird,  zu  Schwansen  gehört;
das  Waldemarische  Erdbuch  rechnet  (S.  16)  Mynnaesbu  ausdrücklich  zu  Nuhaereth,
der  Nieharde  in  Angeln.

Sach,  Tas  Lerzogtum  Schleswig.  III.  4