50  die  Jüten  und  die  Sachsen  in  der  Landschaft  zwischen  Schlei  und  Elider  und  in  der  Arentharde.

14.  Hoxaenmark  1268,  Hoxmark  1440,  Huxemark  1463  mit
10  Lansten  und  einer  area,  1509  Huxmarket,  j.  Dorf  Höxmark.
Vergl.  Hôxholt,  Högslund  in  Rapsted,  Höxbro  in  Hvidding,  Hôxholt
in  Waabs  u.  a.,  die  alle  auf  einen  Personennamen  zurückgehen.  Über
die  Lansten  siehe  unten.

15.  Karleberge  1335;  1463  Karlebarch  mit  12  Lansten,  j.  Dorf
Karlsberg.  Der  Name  wechselt  zwischen  jütischen  und  deutschen  Formen.
Ülber  die  Lansten  siehe  unten.

16.  Scoubu  (1352)  1463,  im  Walde  Biscopornum  angelegt.
1445  Scoulebu  (wohl  verschrieben),  1504  Schauby,  1463  mit  20  Lansten,
unter  denen  3  areae  (Tofte);  wie  der  Name  bezeugt,  ein  reines  jütisches
Walddorf,  das  sich  zahlreich  in  den  gerodeten  Gegenden  wiederholt;
Osterschau  ist  noch  eine  jütische  Erinnerung,  aber  die  Namen  (siehe
unten)  der  alten  Lansten  enthalten  wenig  jütische  Elemente  mehr;  j.
Schuby.

17.  Nubu  1335;  1463  mit  5  Lansten  und  2  Toften,  wovon  die
eine  Hardestoft  genannt  ward;  j.  ein  Katendorf  Nieby,  nachdem  die
Ländereien  des  Dorfes  an  das  benachbarte  Damp  gekommen  sind.  Über
die  Lansten  siehe  unten.

18.  Thorpe  1352,  Tyorp  1440;  1463  und  1509  mit  6  Lansten,
um  1600  ist  Dörpt  ein  Gut;  j.  Dorf  Dörphof.  Thorp  als  Ausbauerdorf
  wird  mit  dem  Namen  des  Gründers  verbunden  oder  sonst  näher
bezeichnet;  Torp  in  Ensted  hieß  früher  Urnethorp,  Terp  ehemals  Bilsteterp.
  Es  kommt  auf  dänischem  Gebiet  aber  auch  bloß  Torp  vor,
z.  B.  bei  Tisted  u.  a.

Biscopdam  1438.  Damp  1463,  im  Biscopornum  erst  1438
entstanden,  als  Eler  Smid  neben  Fischereigerechtsamen  die  dortigen
Acker  in  Häuer  erhielt,  um  unter  Beistand  der  bischöflichen  Lansten
im  Walde  zu  roden;  nach  4  Freijahren  gab  er  2  Mark  Häuer,  die
1463  Peter  Boyssen  und  1509  Johan  Erick  gleichfalls  entrichteten.  Es
ist  demnach  kein  Zweifel,  daß  Damp  (altschw.  Dampn)  —  dam  ist,  d.  h.
abgedämmtes  Gewässer,  hier  Fischteich.  Vergl.  zu  Nubu  tho  der  olden
molenstede  unde  dampe,  wo  die  gleiche  Form  auftritt.  Jetzt  Gut  Damp,
das  aus  später  zusammengekauften  Hufen  entstanden  ist.  Wie  -dam,
so  tritt  als  jütische  Erinnerung  noch  auf  bi  der  schau,  Revkuhl  (Fuchs-