52  Die  Jüten  und  die  Sachsen  in  der  Landschaft  zwischen  Schlei  und  Elder  und  in  der  Urensharde.

In  Karckbu  wohnen  1509  folgende  Kirchenlansten,  die  schon
nicht  mehr  nach  boolen,  sondern  nach  houen  (Hufen)  rechneten:

Laurens  Hanßenn  Negels  Klingk

Hans  Stenner  (Struwer)  Laurens  Molti  (Moltke)
Oleff  Schomaker  Peter  Muel

Hans  Klonhamer  (Peter  Hintze

Laurens  Krull  Johan  Luth  [Juth]  oder

Sile  Petersen).

Man  sieht  die  jütische  Mischung  an  den  Vornamen  Laurens,  Oleff,
Negels  sowie  an  den  Familiennamen  auf  en;  aber  das  niederdeutsche
Wesen  überwiegt  und  damit  auch  die  niederdeutsche  Sprache.

Im  Jahre  1543  finden  sich  in  demselben  Karckbiu  folgende  adelige
Lansten:

Jes  Mangensen  Marquart  Bekensen  Olde  Knoll  (r.  Krol.).
Eynwalt  Pawelsen  Laurens  Moltke
Eynwalt  Tocke  Eynwalt  Olde

Ganz  andere  und  überwiegend  jütische  Familien  treten  auf;  von
den  früheren  sind  überhaupt  nur  2  geblieben.

In  Gherebu  wohnten  1509  die  Kirchenlansten:

Peter  Hindbe  Marquart  Moller  Marquart  Jull
Peter  Bruen  Matias  Cock  (Symon  Jeger
Laurens  Klingk  Laurens  Lueth  Johan  Boeth
Ciawes  Wyth  Lene  Jaenns  Laurens  Hinde).
1543  finden  sich  in  Gerbin  folgende  adelige  Lansten:
Marten  Luth  Marquart  Witte  Clawes  Jule
Laurens  Brun  Eynwalt  Luth  Bartelt  Kock.

Dieselben  fast  rein  niederdeutschen  Familien  haben  ihre  Sitze  festgehalten
  und  wohl  längst  die  niederdeutsche  Sprache  zur  herrschenden
gemacht.

Windemark  hat  1463  folgende  bischöfliche  Lansten:

Marquardt  Wismer  Jchan  Klinke  Hans  Smit
Detlef  Grumme  Peter  Klinke  Laurens  Jan
Kersten  Brun  Clawes  Bugghi  Johan  Wulff
Johan  Ebbi  Honneke  Kok  Peter  Ottenßen

Detlef  Wismer  Marquart  Brun