58  Die  Jülten  und  die  Sachsen  in  der  Landschaft  zwischen  Schlei  und  Eider  und  in  der  Arensharde.

In  Nubu  treten  1463  auf:

Peter  Pil  Marquard  Sutor  Jeppo  Kurd

Michel  Kodder  Peter  Ranni  Clawes  Smid

Johan  Brun  Detleff  Gruwel  Steffen;
1509:

Molty  Smedeman  Tammes  Tbby  Hinrick  Duue

Hans  Ally  Johan  Ally  Nys  Wilhates

und  1532  Laurens  Wilthaven  (5)  und  Severin  Molt  als  Vikarienlansten.

Gegen  1463  erscheint  der  jütische  Bestandteil  etwas  vermehrt;
1509  werden  noch  beide  Mundarten  in  Nubu  gebraucht  sein.
In  Thorpe  finden  sich  1509  als  bischöfliche  Lansten:
Johan  Ludt  Marten  Hasse  Marquart  Riper
Detlef  Dene  Hans  Bornssen  Claus  Bornssen.

Beide  Volksstämme  halten  sich  die  Wage,  auch  wohl  die  beiden
Mundarten.

lbersieht  man  diese  Namenreihen,  so  ist  der  starke  Wechsel  in  der
Bevölkerung  verschiedener  Dörfer  auffallend.  Im  allgemeinen  überwiegt
  fast  überall  bereits  1463  und  noch  mehr  1509  und  1542  der
niedersächsische  Bestandteil  durchaus;  man  bemerkt  stets  das  Zurückweichen
  des  Jütischen.  Verhältnismäßig  treten  die  Namen  auf  Sen
zurück,  dagegen  haben  sich  am  längsten  alte  jütische  Familien  Ebby,
Buggy,  Tokky,  Tapy  ober  Topy,  Rannx,  Ally  neben  Jul  und  Erick
gehalten.  Am  sichersten  stand  die  jütische  Mundart  in  Huxmark,  in
anderen  Orten  wie  Karleberghe,  Ellenberg,  Nubu,  Dorp,  Karby
herrscht  sie  neben  dem  Niederdeutschen;  fast  rein  niederdeutsch  sind
Gerubu,  Windemark,  Rinkenis,  Lokemark,.  Olpenis,  Schubu  geworden.
Aus  den  Namen  läßt  sich  nur  wenig  auf  die  eigentliche  Herkunft  der
Niederdeutschen  schließen;  Wismer,  van  dem  Damme,  Holste  sind  nur
geringe  Andeutungen.  Übrigens  scheint  es,  als  wenn  durch  Pest.
kriegerische  Ereignisse  und  sonstige  Verhältnisse  in  den  Dörfern  an  der
Schlei  in  späteren  Zeiten  größere  Veränderungen  vor  sich  gegangen
und  von  Angeln  her  mancherlei  Elemente  wieder  eingedrungen  sind,
die  das  niederdeutsche  Wesen  zeitweilig  wieder  etwas  zurückdrängten
(siehe  unten).