60  Die  Juten  und  die  Sachsen  in  der  Landschaft  zwischen  Schlei  und  Elder  und  in  der  Arensharde.

1.  Siceby  1267;  Citzebu  1463  mit  12  Lansten,  eine  jütische
Gründung  an  der  Schlei,  j.  Kirchdorf  Sieseby,  vom  Personennamen
des  Gründers  abzuleiten.

2.  Ingesetby  1267,  eine  früh  vergangene  Ortschaft,  deren  Lage
wahrscheinlich  in  der  Nähe  von  Sieseby  zu  suchen  ist.  1)  Zu  dem  Namen
vergl.  die  Orte  aus  -  set  Abt.  II.  118  sowie  Botolphus  Sethby  in  der
Kirche  zu  Wisby  (Langeb.  V.  568),  auch  Inge-leben  1378  in  Braunschweig.
  Über  das  Landmaß  dimidium  niäning,  das  1267  genannt
wird,  vergl.  unten.

3.  Bennebeke  1340;  1463  Binnenbeke,  Binebeke,  1587  thom
Binenbek.  Im  Jahre  1463  noch  zwei  Dörfer  mit  je  6  Hufen;  die
Hofkoppel  Bysted  zeigt  noch  die  Lage  des  einen  Dorfes  an,  das  andere
mag  unweit  des  späteren  Hofplatzes  in  der  Nähe  des  Bienebek,  wo
1587  noch  3  Wurtsassen  sich  finden,  gelegen  haben;  im  Anfang  des
16.  Jahrhunderts  wahrscheinlich  niedergelegt,  j.  Gut  Bienebek.  Jütische
Erinnerung  zeigt  Bysted,  Wiese  Krak-  oder  Krok-mark;  auch  die
beiden  aus  dem  15.  Jahrhundert  bekannten  Lansten  Olde  Tort  und
Henneke  Jorden  deuten  auf  jütischen  Ursprung.  Vergl.  Bennebeke  in
der  Kroppharde.  Der  Name  trägt  eine  jütische  Form  wie  Bendebothe
(Bennebo)  1370  bei  Holbek,  Benestad  u.  a.  Niederdeutsche  Formen
sind  Bennendorph  bei  Merseburg,  Bennenhausen,  Bennenhorst  u.  a.

4.  +Sonsbul  1463;  1649  Sönbbuy,  1692  niedergelegt;  die
Ländereien  des  1463  5  Lansten  zählenden  Dorfes  sind  zu  Maasleben
und  dem  späteren  Staun  (Stauung)  gekommen;  Sönsbyfeld  und  Sensby
erinnern  noch  daran.  Die  Neigung  -bul  in  -by  zu  verwandeln,  tritt
auch  sonst  oft  hervor  wie  in  Pomerbul,  Dingbul  u.  a.  Das  Dorf  ist
nach  dem  Namen  des  Gründers  benannt,  aber  jütisch  müßte  man,  streng
genommen,  Sonne-  bul  erwarten.

5.  Thumby  1352;  1463  Tumbu  ein  Dorf  mit  5  bischäflichen
Lansten:  1672  mit  7  Hufen  und  3  Wurtsassen  (siehe  unten);  j.  Dorf
Thumby.  Die  Einzelstellen  Wiehuk  (hüuk  —  Winkel,  Ecke)  und  Helle
(Abhang,  Tiefe)  tragen  niederdeutsche  Namen.  Vergl.  Thumby  in  der

1)  Hasse  II.  364:  Omnem  terram  suam  quam  babuit  in  siceby  cum
pomario  ibidem  et  dimidium  niduing  (2)  in  iosgesetby  verschötet  Tithulf
Warsild  dem  Schleswiger  Dom.  Bei  Westphal.  IV.  3183  ist  Ingersby  augenscheinlich
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