62  Die  Illten  und  die  Sachsen  in  der  Landschaft  zwischen  Schlei  und  Eider  und  in  der  Arensharde.

9.  JHakemark  1352,  1374;  1463  mit  6  Lansten,  j.  Häusergruppe
Hakelmark  in  der  Gemeinde  Thumby.  Bei  Mezjer  fehlt  schon  der
Name  des  Dorfes,  dessen  Ländereien  zum  Gute  Maasleben  gelegt  sind.
Hake  bezeichnet  den  Gründer  des  jütischen  Ortes.  Über  die  Namen
der  alten  Lansten  und  die  Rechnung  nach  Mark  Goldes  vergl.  unten.

10.  Hughemark  1463,  damals  ein  Dorf  mit  5  Lausten,  noch
von  Mejer  als  Huemark  verzeichnet,  nach  1672  niedergelegt  und  mit
dem  Gute  Maasleben  verbunden;  j.  Hümarkfeld,  eine  Häusergruppe.
Der  Name  stammt  von  früheren  zahlreichen  Grabhügeln  auf  der  Feldmark
  (hyg,  hughe).

11.  Sobu  1463,  nach  der  Lage  an  einem  See  benannt,  damals
mit  6  Lansten,  j.  Dorf  Söby.  Unter  den  Flurnamen  ist  Kratt  allgemein
  jütische  Benennung  für  niedriges  Gestrüpp;  Stromholt,  Weiholt
  und  Wildhagen  sind  niederdeutschen  Ursprungs.

12.  Holtoft  1352,  Holstofft  1445,  1463,  Holtstoff  1649,  Holztorf
  1805,  j.  Holzdorf.  Wie  die  ältere  Namensform  beweist,  ein  abgetrenntes,
  im  Walde  angelegtes  jütisches  Dorf  mit  Kracker  in  der
Nähe,  Grönlund,  Bummerlund  u.  a.  als  jütische  Erinnerungen.  Im
Jahre  1463  hatte  das  Dorf  5  bischöfliche  Lansten,  über  deren  Namen
wie  über  die  Rechnung  nach  Mark  Goldes  und  Ore  siehe  unten.

13.  Symmerde  1463,  1470,  Smerde  1509;  Simert  1649,  j.
Dorf  Zimmert.  Im  Jahre  1463  hatte  das  Dorf  5  bischöfliche  Lansten,
1470  verpfändete  Christian  1  3  landesherrliche  Husen.  Die  später  auftretenden
  8½  Hufen  und  1  Wurtsitz  (1587)  und  die  9  Hufen  und  1  Wurtsit
  (1610)  weisen  auf  zunehmende  Rodungen  hin.  Der  Name  auf  de
steht  hier  ganz  vereinzelt;  vergl.  Erwede  in  Stapelholm,  sowie  Habelde
und  Legce  bei  Deetzbül  auf  friesischem  Gebiete,  in  Holstein  Berkece,
Eichede  (Jellinghaus  240).  Auf  jütischem  Boden  finde  ich  keine  Spuren
solcher  Namensbildungen.  Symmercke  scheint  zu  stimmen  mit  Sumerde
in  Thüringen  (874).  Danach  spricht  alles  für  einen  niederdeutschen
Ursprung  unserer  Ortschaft.  Damit  stimmt  freilich  nicht  recht,  daß
unter  den  Flurnamen  größere  Spuren  von  jütischen  Erinnerungen
zu  erkennen  sind  als  sonst  gewöhnlich,  besonders  an  Grabhügel-4)

  Reg.  cap.  97:  item  habet  ibidem  capitulum  II1/8  marcas  auri,  qugs
colit  Nysse  Hyle;  neglectum  est.