72  Die  Jüten  und  die  Sachsen  in  der  Landschaft  zwischen  Schlel  und  Elder  und  in  der  Arensharde.

auch  das  Auftreten  von  Ortuch  bereits  im  Jahre  13521);  sein  Name
ist  von  dem  Gründer  Kate  abzuleiten.

7.  Bastorp  1510,  erst  spät  urkundlich  bezeugt,  damals  und  noch
1635  mit  10  Hufnern  und  3  Wurtsitzern,  über  deren  Namen  vergl.
unten;  j.  Dorf  Basdorf,  ein  jütisches  Ausbauerdorf,  nach  dem  Gründer
  Basse  oder  Barse  benannt  und  sich  auf  skandinavischem  Boden
mehrfach  wiederholend.  Aus  der  jütischen  Zeit  stammen  Flurbenennungen
  wie  Hügsteen,  ein  Steinaltergrab,  Kratt  und  Krattredder
(redder  niederdeutsch.  schmaler  Weg  zwischen  zwei  lebendigen  Hecken)
sowie  Westerschau.  Die  ganze  Flureinteilung  ist  sonst  niederdeutsch
oder  holsteinisch,  zeigt  eine  Menge  von  Namen  auf  -koppel,  heid,
-brook,  -wisch,  -moor,  stücken,  -rott,  holt  (Scheerholt),  hörn,
(Dofhörn,  dürrer  Vorsprung),  -  veth  (Hummelweth),  barg,  diek,
—wurt,  u.  a.  Hervorzuheben  sind  darunter  Imbägerkoppel,  von  hage
(Hecke),  hagen,  ausgeschiedener  Bezirk,  von  einer  Hecke  umgeben,  Aschbarg,
  Bleek  (holzfreie  Stelle),  Rög  (niederd.  röge,  jüt.  röge,  kleine
Anhöhe),  Bozholt  (vergl.  Busholt  in  Boren,  boz  1242  bei  Kiel  und
oft  in  Ostholstein  als  Name  von  Gehölzen,  botze  Gehölz,  Leverkus,
Urkundenbuch  des  Bistums  Lübeck  809),  Schratkoppel  (nieberd.  schrat
schräge),  Grumkoppel,  Quersack,  Masch,  Marsch,  oft  Maschmoor,
Maschwiese  in  Holstein  und  zu  guterletzt  ein  verderbtes  Höhnersnipplott
und  Löwer.

8.  Sunderbu  1463;  1635  mit  10  Hufen  und  2  Wurtsitzen;
j.  Dorf  Sönderby,  sogenannt  im  Gegensatz  zu  Norby.  Die  Flurnamen
enthalten  außer  Dinghoi,  einem  Grabhügel,  der  als  Dingstätte  diente,
sowie  Ravensbarg,  dem  jütisches  Ravnsbierg  in  Osby  und  Frörup
vom  Personen=  oder  Tiernamen  rarn  zu  entsprechen  scheint,  nichts  besonders
  Jütisches;  die  meisten  endigen  sich  auf  #  rott,  -kuhl,  -koppel,
barg  (Drengbarg,  in  Holstein  Drengblöcken),  barg,  -holt  (Scheerholt).


1)  Langeb.  VI.  582:  vicaria  S.  Pauli  in  villa  Katesmark  II  colonos,
quorum  unus  dabir  XII  ortuch,  alter  vero  duo.  Aus  den  2  Hufen  waren
1532  drei  geworden,  die  zusammen  wieder  14  Ortuch  gaben,  die  dann  unter
den  Kirchen=  und  Vikarienleistungen  weiter  geführt  werden.