102  die  Inten  und  die  Sachsen  in  der  Landschaft  zwischen  Schlei  und  Eider  und  in  der  Arensharde.

(Kasten  Holden)  und  Peter  Schroeder,  und  Johan  Neue  als  eine
Art  Kätner.

5.  Berchstal  1470,  Barchstal  1542,  1599;  j.  Dorf  Burgstall,
eine  zerstreute  Ansiedelung  mit  Benennungen  nach  den  Flurnamen
Depenrem,  Heidloh,  Blöckenort,  Höst,  Sagblock  u.  a.  Bei  der
früher  bezeugten  Namensform  kann  der  Name  hier  eine  ähnliche  Bedeutung
  wie  das  anglische  beorgstal  Hügelsitz"  haben;  ist  dagegen  Burgstal
  richtig,  müßte  es  Burgplatz  bedeuten.  Das  gewöhnliche  niederdeutsche
  Borstel  ober  Burstal  bezeichnet  ursprünglich  den  Stall  einer
bur  oder  Bauerschaft,  besonders  für  Schafe  und  Vieh,  womit  sich
eine  Ansiedelung  verband.  Jellinghaus  224.  Im  Jahre  1542  hatte
Barchstal  2  Vollhufner,  Hinrick  Stampe  und  Johan  Tominck,  und
einen  Halbhufner  Jürgen  Frame,  1599  Claus  Stampe.

6.  Tedenhusen  up  desse  side  der  owe  1470;  1554  Tetinghusen
  up  der  Loe  (Loh-heide,  Waldheide),  woran  noch  Ahrenhorst
und  Uhlenhorst  (1651)  erinnern;  danach  später  wie  heute  Lohe  genannt
  zum  Unterschiede  von  dem  gegenüberliegenden  Tetenhusen  im
Kirchspiel  Kroppe.  1542  hatte  das  Dorf  5  Hufner:  Henneke  Stolteley,
Claus  Benne,  Detief  Frame,  Johan  Frame  und  einen  Kleinbesitzer
Ratke  Stolteley;  1554  weist  das  Gottorper  Amtsregister  noch  einige
niederdeutsche  Namen  wie  Jochim  und  Johan  Siwerde  mehr  auf.

7.  Fockabiky  1196%,  Vockebeke  1337  und  so  immer,  an  einem
kleinen  Bach  gelegen,  eine  der  ältesten  deutschen  Gründungen  in  diesen

1)  Ampptregister  tho  Gottorpp.  Anno  1554.  Kieler  Universitätsbibliothek
Handschriften  S.  H.  240  K.;  die  darin  aufgeführten  Namensverzeichnisse  sind  auch
im  folgenden  für  dieses  ganze  Gebiet  benutzt.

2)  Die  Urkunde  vom  31.  März  1196,  worin  der  König  Knut  die  Verlegung
  des  Michaelisklosters  von  Schleswig  nach  Guldholm  genehmigt  und  dessen
Besitzstand  bestätigt,  liegt  bel  Hasse  I.  199  wie  auch  bei  Langebek  VII.  323
und  Suhm  VIII.  704  in  sehr  übler  Form  vor,  die  zu  zahlreichen  Mißverständnissen
  geführt  hat.  Ich  besitze  eine  Abschrift  von  Noodt,  die  einen  richtigeren
Wortlaut  bietet;  die  bezeichnetsten  Stellen  sind  folgende:  —  ecclesiam  S.  Michaelis
  de  Sleswigh,  montem  in  quo  ecclesia  sita  est;  cum  molendinis  —  juxta
civitatem  duas  partes  ville,  que  dicitur  Scalebu  (#.  Schaleby),  Clensbu  cum
pertinentüs,,  Huscobü  totam,  Rostekar  totam,  cum  pertinentiis,  Scogbu
(i.  Schuby  bei  Schleswig),  sex  acting,  Boyaebole  tertiam  partem,  Balingstad
X  acting,  Waterberg  et  Openstorp  cum  appendicüis,  Fockabiky  terciam  partom
et  terram,  quam  babetis  in  Brekentorp,  in  Jistad  VI  actiog  et  dimidiam