1.  Das  Kirchspiel  Kampen.  103

Gebieten,  die  sicher  auch  zu  den  niederdeutschen  Hufen  zählte,  von
denen  König  Waldemar  spricht,  j.  Dorf  Fockbek.  Vergl.  Hochenbici
1075  bei  Lauenburg,  Seirnbiki  im  8.  Jahrhundert  nördlich  von
Bremen  u.  a.  Ausbauten  Klynte  (1651),  „auf  der  Klint“  d.  h.  an
der  steilen  Anhöhe,  wie  oft  auch  in  Holstein,  dann  Ahrensted  (Adlersit)
  1651,  Dorbek.  Kluserheck,  letzteres  wahrscheinlich  vom  klus  Einsiedlerkllause,
  wie  dies  auch  in  Holstein  vorkommt,  in  „die  Klus“  bei
Neumünster.  Jellinghaus  272.  Tirch-Rehmmoor  1694  wird  bei
Streitigkeiten  mit  Rendsburg  wegen  des  Torfgrabens  erwähnt.  Von
den  Hufnern  kennen  wir  1484  Peter  Crusen  und  1542:

Marquart  Pael  Henneke  Siuert  Bartelt  Stolteley.
Grote  Henneke  Hinrick  Seemoller  Fiet  Stolteley,
Claus  Gundi  Detlef  Siuert  (Peter  Siuert
Grote  Johan  Henneke  Haggi  Johan  Stolteley
Marquart  Stolteley.  Hans  Momme  Johan  Grewe
Claus  Tominck  Jacob  Stolteley  Jürgen  Tominck
Steffon  Greue  Claus  Sibbern  Jost  Hagge

Claus  Stolteley  Detlef  Baer  (Bare)  Karsten  Stolteley).

Unter  den  Hufnern  ist  die  Familie  Stolteley  fünfmal  vertreten,
vergl.  Tedinghusen;  neben  lauter  Niederdeutschen  und  einem  Friesen
(Momme)  erscheint  noch  ein  alter  jütischer  Name  Gundi,  der  sonst  auch
unter  der  Form  Gunne,  Gunde  vorkommt.  Über  die  Flurverfassung
des  Ortes  siehe  unten.

8.  Hone  1470;  j.  Kirchdorf  Hohn.  Wie  aus  Bornewith  Boren,
könnte  der  Lage  entsprechend  aus  Hoghenwede  Hone  entstanden  sein.
Glinmoor  ober  Klintmoor,  Hölzung  Limhorn,  Barghornthal  1700,

cum  appendiciis  Erijshogh  (j.  Jerrishoe,  Jerrishy,  Kirchspiel  Eggebekl)  VII
acting  —  et  partem  decimarum,  quam  idem  episcopus  nobis  contulit  in
Thunnigeherith,  de  Thurnnige  matascöbe  (=  scope)  quartam  partem  illam,  in
dua  est  Thunninge.  —  Über  Waterborg,  dessen  Existenz  noch  durch  einen
Flurnamen  in  der  Lürschauer  Feldmark  nachzuweisen  ist,  vergl.  Kirchspiel
Michaelis.  Es  ist  der  einzige  niederdeutsche  alte  Name,  der  nördlich  von  der  Schlei
nachzuweisen  ist.  Vergl.  Meine  Geschichte  der  Stadt  Schleswig  49.  —  Was
Fockabily  angeht,  so  enthält  biky  die  altsächsische  Form,  mittelnd.  bele.]
Steenstrup  Danm.  Sydgr.  97  Anm.  irrt  sich  sehr  auch  bezüglich  Brokentorp.
  Aus  Fockabiky  ist  früher  und  hie  und  da  noch  neuerdings  Fleckebn
gemacht,  wodurch  starke  Irrtümer  hervorgerufen  sind.