1.  Das  Kirchspiel  Bundesthorpe.  111

(Wiese)  und  in  Imhagenbarg  und  in  Nas-  hagensieck,  müssen  (—
Sumpfwiese)  in  Holmüssens-wisch,  -häge,  -hege  (Holzrain)  in  Heggewisch;
  außerdem  gibt  es  eine  Gillengesch-wisch;  auf  -  mohr  ein
Qiwitsmohr,  vom  Vogel  benannt,  auf  -sik  (schmale  Niederung  mit
Wasserrinne  oder  wie  im  Friesischen  eine  niedrige,  tiefe  Wasserstelle,
ein  größerer  Pfuhl),  ein  Nashagen-  sieck,  Kührensieck,  Langsick,
Karcksick,  Karcksiechenbarg,  auf  -  brook  ein  Kossenbrok  und  Moshambrocok,
  dann  die  Koppeln  Gehrlandskoppel,  Girkoppel,  Hohen  und
Langen  Heidebarg  (nicht  by,  wie  Schröder  angibt),  Rabensbarg,  bim
Hohensteen,  anf  -Stücken  Dorpstedtstücken,  ein  großer  Schlag,  Fünfstücken
  und  Nedderst  und  Bawest  Langstücken,  außerdem  die  Rodung
Seerot,  Regelsted  für  das  Dorfvieh,  Wortseten  Ackerham,  Kolstedt,
Stelle  zum  Kohlenbrennen,  die  Gehege  Bockholt,  Schiernkrog,  von
schir,  Grenze  und  krog  (Ecke,  Winkel),  sowie  Vosskuhlenmaas.  Auf
späteren  Karten  finden  sich  noch  Dansted  und  Dansrott,  Maass,  Maaskamp
  und  die  Dorfhölzung  Warder.  Von  diesen  größtenteils  echt
niederdeutschen  Benennungen  hebt  sich  zunächst  -maas  hervor,  das  in
seiner  Form  neben  mohr  auffällig  ist,  sodann  Mosham-  und  Ackerham,
  die  in  der  Bedeutung,  abgeteiltes  Stück  Land,  Wiese  oder  Feld,
hier  nur  durch  friesischen  Einfluß  zu  erklären  sind.  Bei  Dorpstedtstücken
  erhebt  sich  noch  die  Frage,  ob  hier  nicht  ein  vergangenes  Dorf
gestanden  hat.  Im  übrigen  beweist  die  Flurkarte,  daß  auch  hier  den
Wurtsassen  bestimmtes  Ackerland  zugewiesen  war.  Während  1554
3  Hufen  und  ein  Wurtsitz  genannt  werden,  bietet  das  Schattregister
v.  J.  1542  Johan  Neue,  Jurgen  Dene,  Henneke  Benne,  Claus  Moller,
Claus  Greuinck,  Tymmeke  Benne,  die  drei  letzteren  als  Wurtsassen.
Als  friesische  Namen  sind  noch  die  beilden  Benne  anzusprechen.

5.  Schulendorpe  1427;  Schulendorppe  ime  kerspele  to  Bunstorppe
  belegen  1470  1),  in  den  Schattregistern  v.  J.  1542  nicht
mehr  genannt.  Bei  Mejer  tritt  noch  ein  Schulendorp  auf  an  der
Grenze  des  Moores,  nordwestlich  von  Borgsted.  Da  in  dem  Dorse
tome  More  (1470)  sich  ein  Schulendamm  findet,  so  dürfte  dieses  an
das  vergangene  Dorf  erinnern.!)  Vergl.  Schulendorf  bei  Oldesloe,  bei

1)  Reg.  Christ.  1.  181.  Stemann  III.  106,  wo  aber  tome  More,  weil
es  als  Dorf  anzusehen  ist,  geschrieben  werden  muß.  1542  hatte  es  2  Hufen,
deren  Besitzer  Johann  Sicke  und  Gretke  Placne  waren.  ·