116  die  Jüten  und  die  Sachsen  in  der  Landschaft  zwischen  Schlel  und  Eider  und  in  der  Arensharde.

1554  zählte  man  nur  9  Hufner  und  5  Wurtsassen;  die  Familien  Pleth,
Snack  und  Frame  sind  besonders  vertreten  und  scheinen  für  Angehörige
auch  sogenannte  Wurtsitze  gegründet  zu  haben.  Ein  jütisches  Element
bildet  die  weitverbreitete  Familie  Budde,  die  aber  bereits  1554  außer
Meggersee  und  Fincke  verschwindet.

7.  Alvelde  1320;  j.  Dorf  Ahlefeld.  Der  Name  ist  von  al,  Steinahl,
  Raseneisenstein,  abzuleiten;  nach  dem  Orte  nennt  sich  die  Familie
v.  Ahlefeld,  obwohl  sich  nicht  sicher  nachweisen  läßt,  wann  sie  im  Besitz
desselben  gewesen  ist.  1542  mit  nur  einem  Hufner  Claus  Frame  und
einem  Wurtsossen  Hans  Schroeder;  in  einem  anberen  gleichzeitigen  Register
treten  Jurgen  Hasse,  Claus  und  Jurgen  Frame  und  Hans  Frese  auf;
im  Jahre  1554  hatte  Ahlefeld  wieder  2  Hufner:

Jürgen  Plette  und  Jürgen  Frame.

8.  Brekentorp  1196  und  so  immer  in  allen  Urkunden.  )  1412
Lutteken  Godeken  de  villa  Breckendorp.  Der  Gründername  Breke
(Seidelin  I,  533  Breke  Velkiff.  1447  ein  Ditmarse),  wie  die  Flurnamen
  sind  rein  niederdeutsch,  hervorzuheben  Saar,  (nied.  sor  —  trocken)
Ramserdik  1781,  Lohberg  (Waldberg)  1650,  Retwisch  und  der  Scheelsberg.
  Namen  der  Besitzer  um  1542  sind:

Claus  Tamsen  Peter  Sorth  Detlef  Tammes
Hinrick  Tamsen  Claus  Peter  Jurgen  Pleth

Claus  Pleth  Jurgen  Coetke  Jurgen  Fincke  (Wurt-Reymer
  Kolhasse  Johan  Sorth  sasse).

Simon  Sorth  Detlef  Fincke

1554  zählt  man  ebenso  12  Hufen,  die  dieselben  Familien  innehaben.
Bemerkenswert,  daß  die  Nachkommen  von  Lutteke  Godeken  noch  1554
im  Besitze  ihrer  Hufe  sind;  sonst  sind  die  Familien  Pleth,  Sorth  (Zort)
und  Tamsen  (Tammes)  am  stärksten  vertreten;  letztere,  sowie  Sorth
(Langeb.  VII.  244  u.  a.)  zeugen  von  ursprünglich  jütischer  Herkunft.
Zu  den  ältesten  Niederlassungen  in  diesen  Gebieten  gehört  Brekendorf,
  mit  Ahlefeld  und  wohl  auch  Hütten  reicht  es  über  die  Waldemarische
  Zeit  hinaus  und  ist  unter  die  420  deutschen  Hufen  zu  rechnen.

1)  Steenstrup  97,  Anm.  1  geht  bei  der  Deutung  des  Namens  von  einer
unrichtigen  urkundlichen  Voraussetzung  aus;  siehe  oben  S.  102.  —  Bei  Noodt  I.
448  wird  1412  das  Dorf  zu  der  parochia  Haddebuy  gerechnet.