118  Die  Illten  und  die  Sachsen  in  der  Laudschaft  zwischen  Schlei  und  Eider  und  in  der  Arensharde.

vorkommen,  sind  am  meisten  vertreten  Plette  (6),  Frame  (5),  Fincke  (5),
Peter  (5),  Snack  (4),  der  friesische  Name  Benne  erscheint  fünfmal;
der  jütische  Stamm  bietet  nur  Tamsen  (3),  Sorth  (3)  und  Budde  (2),
die  für  die  Volkssprache  und  das  Volkstum  jener  Zeit  keine  Bedeutung
  mehr  haben.

4.  Das  Kirchspiel  Croppe.

Das  weit  ausgedehnte  Kirchspiel,  im  Süden  bis  an  die  Sorge,
im  Norden  bis  an  den  Molenbek  und  nahe  an  den  Kograben  reichend,
mit  großen  Heide=  und  Moorstrecken,  zeigte  um  die  Mitte  des  17.  Jahrhunderts
  nur  einen  geringen  Waldbestand  in  dem  sogenannten  Cropper
Struck  oder  Busch,  der  auch  später  noch,  als  an  der  alten  Heerstraße
belegen,  wegen  seiner  Unsicherheit  eine  gewisse  Berühmtheit  hatte.  Von
Norden  her  lief  nämlich  die  Landstraße  durch  das  Kalegat  des  Dänenwalles
  und  den  Kograben  südwärts  durch  Heide=  und  Moorlandschaft
westlich  von  Jagel  und  Lottorp,  dann  östlich  von  Mylbarg  durch  das
Wüstemoor,  weiter  östlich  von  Croppe  durch  den  bekannten  Busch  und
über  Klemekrog  nach  dem  Sorgkrog  an  der  Sorge,  um  dann  südlich
durch  Moor  und  Waldung  westlich  bei  Arenstede  vorüber  und  weiter
südöstlich  über  Vindeshier  bei  Rendsburg  zu  münden.  Diese  Gegend
hat  daher  in  allen  mittelalterlichen  Kriegszügen  eine  besondere  Rolle
gespielt;  in  der  Nähe  dieser  Heerstraße,  die  allein  den  Süden  und
Norden  verband,  liegt  aber  nur  eine  größere  Ortschaft,  die  denn  auch
dem  Kirchspiel  sowie  später  der  Harde  den  Namen  gegeben  hat.

1.  Croop  1285,  1286;  Croppe  1314,  1340;  Crobbe  1407,
später  immer  Kroppe,  j.  Kirchdorf  Kropp.  Über  die  Bedeutung  des
Namens  siehe  unten.  Außer  Griesenhötel  sind  die  schon  1609  genannten
  Wiesen  Papen  Rahmen,  Holmicke,  Osterwische,  Wendebrook,
ein  Teil  von  Barenbrock,  Ficker  und  Winis  sowie  Kal(f)wisch  (1694)
bemerkenswert;  über  die  nicht  rein  niederdeutschen  Benennungen  Ficker
und  Winis  siehe  unten.  Von  den  übrigen  Flurnamen  1)  wie  Grotenstücken
  und  zahlreiche  andere  auf  -  Stücken,  Dieckblöck,  Sparnblöck-1)

  Erdbuch  v.  J.  1842,  Staatsarchiv  C.  XXX.  1078  und  die  Flurkarte
von  Hansen  aus  dem  Jahre  1800;  letztere  ward  mir  durch  Herrn  Pastor  Paulsens
Gefälligkeit  zur  Benutzung  übersandt.