4  Das  Airchspiel  Croppo.  121

Neben  4  Frame  erscheinen  3  Greue  und  2  Meggerse;  1554
werden  neben  Peter  Frame  Claußen  sogar  7  Frame,  dann  3  Grewe,
je  1  Meggersee,  Marth  und  Harre  genannt.  Bemerkenswert  ist  die
anscheinend  ditmarsische  Weise  der  Benennung  Johan  Greue  Jphan
und  Peter  Frame  Claußen,  die  von  Stapelholm  beeinflußt  sein
kann.  Darauf  sind  auch  die  sogenannten,  in  Stapelholm  gebräuchlichen,
  1688  in  einem  Extrakt  des  Gottorper  Erdbuchs  bei  zwei
Bennebeker  Hufnern  aufgeführten  „Freybundenländereien“  herzuleiten,
die  hier  allerdings  sehr  auffallend  sind.

Lutke  Bennebeke  1542:

Jurgen  Ike  Johan  Iken  Peter  Kreye
Jurgen  Poppe  Peter  Frame  Claus  Frame
Claus  Frame  Laurens  Duere  Abel  Duere
Johan  Duere  Jurgen  Kreye  Laurens  Ike
Lange  Hinrick  Peter  Duere  Marquart  Schroeder.

Neben  4  Duere,  3  Frame,  2  Ike  und  2  Krepe  sind  keine  fremden
Bestandteile  erkennbar;  noch  1554  finden  sich  dieselben  Familiennamen.
Anscheinend  gehören  die  Geschlechter  der  Frame  und  der  Duere  zu
den  ersten  Ansiedlern  in  den  beiden  gleichnamigen  Ortschaften.

6.  Tedenhusen  1470,  Tetinghusen  1542,  an  der  Sorge,  j.  Dorf
Tetenhusen.  Vergl.  Tedenhusen  gegenüber  im  Kirchspiel  Campen
(Hohn),  beide  vom  friesischen  Personennamen  Tete  abzuleiten.  1650
werden  auch  wie  in  Croppe  Ländereien  auf  Wieniß  genannt.  Merkwürdig
  ist  die  Bewohnerschaft  im  Jahre  1542:

Johan  Harre  Claus  Momme  Jürken  Momme
Johan  Frame  Hinrick  Momme  Henneke  Momme
Ralef  Momme  Detlef  Momme  Jacob  Momme;

1554  sind  Peter  Frame  und  Jürgen  Grewe  an  die  Stelle  von  Jacob
und  Hinrick  Momme  getreten.  Mit  Ausnahme  der  Familie  Frame
und  Grewe  sind  alle  Hufner  friesischen  Stammes;  der  Umstand,  daß
die  Momme  fast  die  ganze  Feldmark  im  Besitz  haben,  ist  ganz  ungewöhnlich,
  wenn  auch  sonst  Familienansiedelungen  vorkommen.  Wahrscheinlich
  haben  wir  in  dem  Orte  eine  ursprünglich  friesische  Kolonie
zu  sehen;  jedenfalls  ist  anzunehmen,  daß  hier  zeitweilig  neben  dem
Niederdeutschen  auch  friesisch  gesprochen  ist.  Unter  den  Flurnamen  der