122  die  Jüten  und  die  Sachsen  in  der  Landschaft  zwischen  Schlei  und  Eider  und  in  der  Arensharde.

Brüynschen  Karte  finden  sich  neben  den  niederdeutschen  Benennungen,
wie  Ohllotten,  Blöcken,  Schwartsol,  Harsicken,  Eckrehm,  Tüttenkamp,
  Trenthoop,  Luchthoppel,  vielleicht  noch  in  Namen  wie  Dahrenssicht,
  Rehagensfenn,  Jarten  leise  friesische  Spuren.

7.  Grote  Zorckwolde  1355,  j.  Dorf  Sorgwohld,  an  der  Sorge,
und  nach  dem  früheren  Wohld  im  Gegensatz  zu  Wohlde  in  Stapelholm
so  genannt.  Die  Entwaldung  dieser  Gegend  hatte  bereits  um  die  Mitte
des  17.  Jahrhunderts  alles  zu  einer  sandigen  „weitläuftigen  Heide“
gemacht,  wo  weder  Gerste  noch  Hafer  gesät  werden  konnte,  sondern
des  Sommers  fremdes  Vieh  gegen  eine  Abgabe  von  12  Schill.  für  jedes
Stück  geweidet  ward.  Um  das  Jahr  1355  wohnten  hier  Radolfus
Ghade  Johannessone,  1542:

Johan  Sibbern  Peter  Haggi  (Hagge)  Jürgen  Sibbern
Marquart  Siuert  Detlef  Jesse  (Claus  Jesse),
ohne  jegliche  fremde  Beimischung,  lauter  Niederdeutsche;  1554  erscheint
statt  Detlef  Jesse  ein  Laurens  Tideman.

8.  Ovslacht  1542;  Ostschlag  1651,  j.  Dorf  Owschlag,  an  einer
kleinen  Au  belegen.  Über  den  Namen  siehe  unten.  Die  Flurnamen
sind  niederdeutsch  wie  Steensik,  Segen-moor,  (sech,  der  segen,
Sumpfort,  Jellingh.  295).  Im  Jahre  1542  werden  folgende  Besitzer
  aufgeführt:

Claus  Stael  Marcquart  Plaene  Nargquart  Plette
Hinrick  Greuinck  Jurgen  Eler  (Reymer  Juens
Claus  Hoeth  Claus  Moller  Peter  Nieman
Johan  Boye  Johan  Detlef  Eler  Jacob  Faget
Marckquart  HoethHans  Stamer  Detlef  Schroeder).

Im  Jahre  1554  finden  sich  9  Hufen  und  2  Wurtsassen  wesentlich
mit  denselben  Namen,  doch  treten  auch  jetzt  die  Familien  Backen  und
Kruse  hier  auf.  Unter  den  sonst  rein  niederdeutschen  Namen  ist  auch
hier,  wie  in  den  folgenden  eine  ditmarsische  Benennung  Johan  Boye
Johan  bemerkenswert,  die  aber  1554  wieder  verschwindet.

9.  Ramstorp  1461;  1542  Rampstorp,  1651  Ramstede;  j.  Dorf
Ramsdorf.  Vergl.  Hramesthorpe  889,  j.  Ramsdorf  in  Westfalen,  vom
Personennamen  abzuleiten,  auch  Ramsted  im  Kirchspiel  Schwabsted.
Die  Besitzer  vom  Jahre  1542  waren: