126  Die  JIllten  und  die  Sachsen  in  der  Landschaft  zwischen  Schlel  und  Eider  und  in  der  Arentharde.

dik  verkaufte;  es  umfaßte  damals  Fleckebyu,  Holm,  Ghotebyn  undb
Hauerkamp.  Die  Namensform  Holmisleen  zeigt,  daß  sie  einer  weit
früheren  Zeit  angehört,  als  die  Urkunde  angibt.  Es  handelt  sich  dabei
  um  das  Gebiet  des  Noelsbek,  das  um  die  Mitte  des  17.  Jahrhunderts
  mit  Ausnahme  der  Umgebung  von  Ghotebyu  und  Hummel--feld
  noch  als  ein  Waldbezirk  erscheint.

1.  Holm  1327  an  dem  Osterbek  1)  rechnen  wir  zu  diesem  Teil,
weil  der  ganze  Bezirk  davon  benannt  ward,  j.  Dorf  Holm.  Der  Name
ist  sowohl  nordisch  als  holsteinisch,  wie  Bordesholm  und  zahlreiche
andere  Benennungen  zeigen,  und  bezeichnet  sowohl  eine  Insel  wie  eine
mit  Wiesen,  Moor,  Wasser  umgebene  Landzunge.  1463  wird  Holm
mit  Fleckebukroch  zusammen  aufgeführt  mit  3  Hufen;  1542  hat  Holm
gleichfalls  3,  bereits  niederdeutsche  Hufner  mit  Namen  Otto  Banneke,
Tymme  Blender  und  Hinrick  Kucle;  1554  wird  außerdem  Claus
Olrik  genannt.

2.  Hummelueld  1463,  j.  Dorf  Hummelfeld.  Vergl.  Flurname
Bummeluelde  1463  bei  Süderstapel,  Hummelweth  in  Rieseby,  auch
Humlactwet  1231  auf  Langeland.  Ein  deutsches  Felhorst  findet  sich
hierselbst  wie  in  Söby.  Aus  der  Zeit  vor  1467  kennen  wir  als  Bewohner
  einen  Jüten  Nisle  Olevessen  und  seine  Mutter  Gunde;  aus
dem  Jahre  1542  13  landesherrliche  Hufner  und  wohl  3  Wurtsassen:

Henneke  Moller  Marquart  Fincke  Peter  Plaene

Hinrick  Troye  Hans  Wrage  Hinrick  Greywe
Peter  Frese  Detlef  Frame  Jurgen  Troye
Hans  Dreyer  Carsten  Bileuelt  Hans  Meggersee
Hinrick  Goes  Harder  Wrage  (Claus  Greuingk
Gebbeke  Wragen  Tewes  Moller  Sileke  Troyen).

Auch  1554  zeigt  die  Ortschaft  noch  11  Hufen  und  4  Wurtsitze,  mit
denselben  Familien  besetzt.  Die  Namen  enthalten  keine  jütischen  Elemente;
als  bisher  nicht  vorkommende  Familien  sind  zu  nennen  die  3  Wrage
und  die  3  Troye;  Meggersee  und  Bileueld  sind  auch  in  den  anderen
Kirchspielen  verbreitet;  sie  tragen  den  Namen  nach  den  Orten,  woher

1)  Daß  die  Grundstücke  in  Holm  im  Reg.  cap.  v.  J.  1352  (Langeb.  VI.
576),  als  zur  XVI.  Präbende  gehörend,  sich  auf  die  Insel  Holm  bei  Schleswig
beziehen,  zeigt  der  Zusammenhang  und  das  Reg.  cap.  v.  J.  1445,  Seite  76
deutlich.