5.  Das  Airchspiel  Cosleve  (südlicher  Teil).  127

sie  stammen.  Meggersee  liegt  in  derselben  Landschaft;  ein  Bilevelt
gab  es  übrigens  auch  1124  bei  Wilster.

3.  Fleckebyu  1327;  j.  Dorf  Fleckeby,  eine  jütische  Gründung,
wie  auch  Fleckmade,  Wiese  in  Sörup,  und  Flecksig  in  Halk  ergeben:
vergl.  auch  Fleckastadir  in  Norwegen.  Neben  den  Flurnamen  Hörst
und  Stallhorn  (1709)  sowie  Kronsrott  erinnert  das  königliche  Gehege
Appeljord  an  den  jütischen  Ursprung  der  Ansiedelung.  1542  zählte
sie  2  Hufner  und  3  Wurtsassen:

Hans  Olrich  Marquart  Fincke  Claus  Sarow;
Detlef  Gotzick  Henneke  Wrage

1554  3  Hufner  und  4  Wurtsassen,  unter  denen  keine  jütische  Familie
mehr  vertreten  ist.  1)

4.  Tegelhare  1527,  thom  Tegelhave  1537,  ein  Hof,  dessen
Ländereien  ursprünglich  zu  dem  Holmisleen  gehörten,  seit  1770  nach
der  Landgräfin  Luise  von  Hessen,  der  Schwester  Christians  VII.,  Luisenland
  benannt,  war  ehemals  in  Haddeboth  eingepfarrt.  Schon  von  vornherein
  ein  Gut,  ward  es  auch  ganz  in  holsteinischer  Weise  ausgebaut
und  zeigt  in  seiner  Flurverfassung  (Erdbuch  v.  J.  1828),  von  den  immer
wiederkehrenden  moos  (niedd.  moor),  das  in  Plagmoos  (niedd.  plag
Moor=  oder  Heidescholle)  enthalten  ist,  und  von  Waykamp  (vade  jüt.
Nebenform  way)  abgesehen,  nur  holsteinischen  Charakter.  Neben  Formen
auf  -koppel,  stücken,  -holm  (Bewerholm)  finden  sich  wik  Einbuchtung,
  dann  Lütt-  und  Grotwich,  von  vi,  vihe  Sumpfwald,  eine
Rodung  Stangrott,  ein  Finkherd  (1767  Finkhöre)  und  in  einer  Spezifikation
  v.  J.  1767  noch  Haberkoppel,  Kälberkoppel,  Oberholm,  Suur--wisch,
  Hoppenbrook.

5.  Hauerkamp  1327,  ein  vergangenes  Dorf,  wahrscheinlich  ehemals
  in  der  Gegend  von  Götheby  belegen,  in  keinem  Register,  weder
1463  noch  1542  mehr  erwähnt.  Da  der  Name,  verglichen  mit  Hauerkamp
  in  Damp,  in  Holstein  ein  gewöhnlicher  Flurname  ist,  so  kann
die  Ansiedelung  nur  eine  Art  Ausbauerdorf  darstellen,  das  auf  der
Feldmark  eines  anderen  Dorfes  errichtet  ward.

)  Sönderj.  Skatte  og  Jördeböger  351  stehen  die  Hufner  in  Holm,  Götheby
und  Fleckeby  zusammen  durcheinander  unter  Fleckebui.