134  Die  Juten  und  die  Sachsen  in  der  Landschaft  zwischen  Schlei  und  Eider  und  in  der  Arensharde.

Weltspangh  1463  am  Langsee  hervor  und  ist  aus  niederd.  wedel,
altn.  vedhil  oder  vadhil  (siehe  oben)  und  spang,  altn.  Spong,  Steg
über  eine  An  oder  Bach  zusammengesetzt  (Abteil.  II.  32);  spang  wiederholt
  sich  in  dieser  Bedeutung  mehrfach  auf  schleswigschen  Boden,  wie
Haus  Spang  in  Kliplef  und  Husby,  ein  Hof  in  Stepping  u.  a.  Sprang
scheint  aus  Anlehnung  an  spreng,  spring,  Quelle,  und  ebenso  der
Grabhügelnamen  Krossbargg  (Kreutzberg),  aus  Korsberg  entsprungen
zu  sein.  Der  Ort  gibt  sich  demnach  als  ursprünglich  jütische  Gründung
zu  erkennen;  auch  hören  wir  aus  dem  Jahre  1557  noch  von  einem  echten
Jüten,  dem  Lansten  Oleff  Oleffsen.

13.  Danaewyrki  1231,  im  Waldemarischen  Erdbuch  wahrscheinlich
  ein  Bezirk,  Danwirky  (1285)  ist  vielleicht  schon  ein  Dorf;  Dannewyrky
  1407;  j.  Dörfer  Groß-  und  Klein-Dannewerk  am  „Dänenwall“.
  Über  den  Namen  siehe  Abt.  I.  49.

Grot-Denwark  im  Süden  des  Walles,  mit  seinem  niederdeutschen
Butterbarg  und  den  Tvebargen  (Abt.  II.  29ff.),  zählt  1542  rein
deutsche  Bevölkerung;

Hinrick  Fincke  Laurens  Momme  Tames  Duere,
Hans  Frese  Claus  Momme
Tiede  Duere  Peter  Haggi  (Hagge)

und  dieselben  Namen  kehren  noch  1554  im  wesentlichen  wieder;  darunter
  gehören  drei  dem  friesischen  Stamme  au,  die  anderen  treten
in  den  südlichen  Gemeinden  sehr  oft  auf.

Lutke-Denwark  dagegen  im  Norden  des  Walles  mit  den  Hufnern:
Jurgen  Logi  Claus  Frame  Marckquart  Logi
Johan  Logi  Jens  Laurens

zeigt  mit  Ausnahme  des  Vertreters  der  hier  so  weit  verzweigten  Familie
Frame  nur  jütische  Namen,  unter  denen  die  Familie  Logi  uns  aus
Schwansen  bereits  bekannt  ist.  Schon  diese  Namen  beweisen,  daß  wir  hier
an  der  Grenze  der  deutschen  Besiedelung  angelangt  sind  und  zugleich
an  der  damaligen  Grenze  der  beiden  Mundarten,  da  in  Klein-Dannewerk
  zu  jener  Zeit  das  Westjütische  noch  einen  sicheren  Stand
hatte.  Doch  sind  auch  hier  unter  den  Flurnamen  keine  bedeutenden
jütischen  Sprachreste  erhalten;  neben  zahlreichen  niederdeutschen  Formen
wie  Eckrottkoppel  (1790),  Rugekamp,  Baalbrook,  Brock  u.  a.  treffen
wir  noch  etwa  auf  Boknis,  Koppel  Westerjahrt,  eine  kleine  Hölzung