2.  Das  Kirchspiel  St.  Michaelis.  185

neben  6  Kätnern  mit  fast  nur  jütischen  Namen,  die  zusammen  der
Ortschaft,  die  1664  6  Voll=  und  6  Halbhufner  zählte,  ein  ziemlich
rein  jütisches  Gepräge  aufdrücken  und  der  jütischen  Mundart  wieder
einen  festeren  Stand  gaben.
In  Lürschau  wohnten  1407:
Wobbe  Clawes,  und  1542:
Hans  Tamsen  Hans  Juel;,  Hans  Didericksen,
Claus  Didericksen  Peter  Diderick
deren  Namen  hinlänglich  erklären,  daß  das  jütische  Volkstum  in  Lürschau.
das  1664  nur  2  Vollhufen  und  1  Halbhufe  hatte,  sich  noch  lange
behaupten  konnte.
Dasselbe  gilt  auch  für  Arenholt,  das  1542  folgende  Namen
aufweist:
Jes  Roe  Marquart  Jessen  Hans  Clawesen
Steffen  Hansen  Claus  Jessen  Hans  Scheper.
Auch  hier  ist  das  Niederdeutsche  noch  von  geringer  Bedeutung.
In  Idsted  wohnen  1407:

Peter  Nyheßen  Longhe  Jeppe,
1489  wird  Truelsen  genannt  und  1542;:
Tammes  Hansen  Bernt  Mickelsen  Jes  Neisen
Hans  Hakensen  Jurgen  Hansen  Tammes  Lille.

Hans  Gregersen
Idsted  war  damals  demnach  noch  ein  rein  jütischer  Ort,  von
keinem  niederdeutschen  Bestandteil  auch  in  der  Sprache  beeinflußt.
Etwas  größer  zeigt  sich  der  niederdeutsche  Einfluß  in  Sulverstede,
wo  1542  genannt  werden:
Jurgen  Wilde  Jurgen  Peper  Detlef  Clawesen
Jurgen  Harmansen  Hinrick  Ulli  Hans  Marckersen,
Marquart  Peper

sicher  hatte  aber  das  Jütische  noch  damals  einen  festen  Stand,  da  im
Jahre  1554  hier  außer  Ulli  und  Peper  die  jütischen  Namen  Tammes,
Tortzen,  Jürgen  und  Thomas  Peterben  verzeichnet  werden.  Ahnlich
lagen  die  nationalen  Verhältnisse  in  Jübek,  wo  wir  aus  dem  Jahre
1439  kennen:

Mattis  Lasson  und  Tomas  Bassy;
1509:  Hans  Dirickenn  und  Katherine  Claweßen;