188  Die  Illen  und  die  Sachsen  in  der  Landschaft  zwischen  Schlei  und  Eider  und  in  der  Arensharde.

Kirchdorf  Treia  nach  seiner  Lage  an  der  Au,  to  der  Trexa  1406,
1463,  tor  Treya  1509,  1528,  benannt,  zählte  1463  nur  3  Lansten,
die  Holzkohlen  lieferten;  1438  wird  Tames  Grimben  Krüger  in  Treia
genannt,  1569:  Clawes  Posßen,  Laurens  Posben,  Nis  Peersben,
Kersten  Hinrickshen  und  Carstine  Negelben,  deren  jütische  Herkunft
unzweifelhaft  die  frühere  Herrschaft  der  jütischen  Mundart  bezeugen.
Dasselbe  liegt  auch  in  den  Flurnamen  der  Erdbücher  (1783,  1784),
Bredschift,  Kiel,  Moschen,  Obermoschen,  Neddermoschen,  Gammelland,
  Nortschau,  Schrick-  oder  Schräckschau,  Törkelschau,  Luck,
Kierreck  (Wiese),  Nordfool-holz,  Pattsick,  Hesselhol,  Kierloh  u.  a.
neben  Stackeblöcke,  Brenung,  Schaagland,  Nedderkrichel  ausgeprägt.1)

2.  Gosholte  1463,  Gusholt  1509,  jetzt  Dorf  Goosholz,  dessen
Name  in  beiden  Mundarten  gleichlautet,  weist  1463  ein  Swineholt
und  Swineholthorne  1528  auf,  sowie  eine  Schorholmwisk  (1528),
auch  ein  Sloppe  (niederd.  slop  Zaunloch?),  die  Scheide  zwischen  Osterorsteds
  und  des  Dorfes  Treia  Hölzung,  Namen,  die  ebenfalls  beiden
Mundarten  angehören.  1463  waren  hier  nur  2,  früher  3  Lansten,
die  zu  Kohlenlieferungen  verpflichtet  waren;  1463:  Petrus  Tamson,
1509:  Hinrick  Peterslen  und  Hans  Petersßen,  die  jütischen  Stammes
  sind.

3.  Iplande  1463,  j.  Ipland,  vom  Personennamen  Ip  abzuleiten;
1463  und  1509  mit  zwei  kohlenliefernden  Lansten:  Peter  Vrese  und
Clawes  Petershen.  Flurnamen,  wie  Klabacker,  Tofft,  Tibesacker
sind  meist  jütischen  Ursprungs  (Erdbuch  v.  J.  1837).

4.  Horneborch  1463,  j.  Harenburg,  dem  Wirtshaus  Sulbro
(1463)  im  Kirchspiel  Jörl  benachbart,  mit  nur  einem  Lansten  (1509)
Tammes  Petersen.

5.  Gruft  1463,  j.  Grüft,  hochgelegen,  nach  jütisch  grört  „Graben“
(niederd.  graft,  fries.  greeft,  grift)  benannt,  wie  Binnengrüft  bei  Hollingsted,
  1463  nur  mit  2  kohlenliefernden  Lansten,  1509  mit  Hans
Witte,  Henneke  Tamßen  und  Harke  Tamsen.

6.  Lasmark  1463,  damals  mit  nur  einem  Ansiedler;  nach  dem
ursprünglichen  Besitzer  Las  oder  Lars  benannt,  später  nicht  mehr  genannt.


1)  Staatsarchiv  C.  XVIII.  1145.