UI.  Die  Stadt  Flensburg.  245

Friis  pistor,  Thorkildus  sutor,  einmal  tritt  auch  eine  jütische  Benennung
  auf  in  Petrus  Taap,  dictus  Wgenkarl.  Bemerkenswert  sind
auch  Benennungen  wie  Jesse  FxFnebo,  Jesse  Angilbo,  Jes  Hardebo
für  fremde  Einwanderer.  Deutlicher  noch  als  aus  dieser  Liste  tritt  in
dem  Mitgliederverzeichnis  der  Gertrudsgilde  v.  J.  1379  u.  ff.  der
niederdeutsche  Bestandteil  der  Bevölkerung  in  den  Handwerk=  und  Gewerbetreibenden
  hervor:

Gerardus  Kooster  Bern  Remscnider  Berent  Knakenhower
Hinricus  Winman  Hans  Remscnider  Gyseke  Pelzer
Conrad  Thiegelschlager  Gebbel  Fredeland  Henneke  Schutte
Giegler)  Hans  fan  Olzen  Johan  Bvlowe
Jacobus  Remsnyder  Wylken  Haferland-  Hans  Goltsmit
(Weißgerber)  Hans  Muremester  Grete  Copperscleger
Claus  Brvuer  Clawes  DyFtmerskae  NMarquart  Swartenkop

Gerardus  cum  uxore  Martinus  Messemaker  Terkil  Werkmester
qui  dicitur  Rems-  (Messerschmied)  Hinrich  Scroder
nider  Hans  fan  Beregum  Euerd  Krember

Nisle  dictus  Muunle  Hemme  Thygelsclager  Jesse  Krember

Lydeke  Tyhelschlager  Bundi  Remsnider  Arnoldus  Sasse

Jacobus  Beschleger  Abel  Lydemans  Hans  Kistemaker
Trugillus  Sporesmyth  Hennie  Werckmester  Hans  Swertregher
Beghe  Reepslager  Hans  Cruse  Simon  Remesnider
Thuco  Blateman  Eggert  Cruse  Johan  fan  Tmbekh
Hans  van  der  Helle  Tuco  Timmerman  Andreas  Hunsfrt
Hynryk  Repeschaer  Claus  van  Berghen  Martinus  Tygelsclager
Bolde  Bredefod  Swert  Tisker  Andreas  Lylienberch
Henne  Torman  Marquart  Mestmaker  Hans  vamme  Harte.

Danyel  Glazemaker

Neben  lateinischen  Bezeichnungen  der  Handwerker  sind  doch  die  niederdeutschen
  Benennungen  überwiegend;  bemerkenswert  erscheinen  auch  die
Einwanderer  ans  südlichen  Gebieten.  Unter  der  großen  Menge  der
jütischen  Namen  in  dem  Verzeichnisse  fällt  die  ziemlich  oft  vorkommende
Bezeichnung  -dater  oder  -  dotter  auf,  wie  Christina  Peters  dotter,
Ose  Eskyls  dater  u.  a.;  vom  Jahre  1428  an  tritt  dafür  stets  die  niederdeutsche
  Form  dochter  ein,  zum  Zeichen,  wie  inzwischen  in  der  Amtssprache
ein  Wandel  eingetreten  ist.  Dasselbe  Bild  von  der  weit  überwiegenden