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C.  Die  nationale  Entwickelung  der  Städte.

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notwendig  in  der  dänischen  Literatursprache  und  nicht  in  der  Volksmundart
  zu  erteilen  sei,  so  könne  man  ebensogut  Deutsch  als  Dünisch
wählen;  ja  Deutsch  sei  bei  weitem  vorzuziehen,  denn  die  Kinder  würden
eben  wegen  jenes  elenden  Patois  noch  viel  laugsamer,  ia  schwerer
dahin  gebracht  werden,  die  dänische  Sprache  richtig  zu  sprechen  und

zu  schreiben  als  die  deutsche,  bei  deren  Erlernung  ihnen  doch  kein  verdorbenes
  Idiom  in  den  Weg  trete.

Dieselben  Anschauungen  finden  wir  jetzt  auch  bei  dem  Obergericht
und  Oberkonsistorium  vertreten;  auch  sie  dachten  nicht  mehr  daran,
wie  noch  im  Jahre  1811,  in  den  nordschleswigschen  Städten  dänische
Unterrichtssprache  einzuführen.  In  Apenrade  blieben  die  Verhältnisse
unverändert  bestehen.  Der  Magistrat,  der  1841  an  die  Regierung
das  Ersuchen  richtete,  den  Gebrauch  des  Wortes  Abenraa  statt  Apenrade
einem  dänischen  Wochenblatt  zu  verbieten,  verteidigte  sogar  noch  1846
im  völligen  Widerspruch  zu  den  Vorschlägen  der  Kirchenvisitatoren  im
Jahre  1811  den  herrschenden  Gebrauch  des  deutschen  Gesanges  bei
dem  dänischen  Gottesdienste  als  herkömmliche,  natürlich  gewordene  Einrichtung;
  der  dänische  Gottesdienst  sei  nur  „aus  einem  durch  Fremde
veranlaßten  Bedürfnis“  entsprungen.

Die  sprachlichen  Verhältnisse  waren  trotz  des  herkömmlichen  hochdeutschen
  Schulunterrichts  im  Laufe  des  19.  Jahrhunderts  wenig  geändert;
  durch  Zuzug  von  „Fremden,  die  kein  Deutsch  verständen“,
wie  der  Magistrat  1846  sagt,  erhielt  das  „dänische“  Volkstum  vielmehr
  neue  Stärkung.  Die  Sprache  des  täglichen  Verkehrs  war  bei
der  Bürgerschaft  selbst  während  der  folgenden  Kriegsjahre,  wie  auch
der  Präsident  der  Ständeversammlung,  der  Prof.  Schmidt,  1854  erklärt,
die  altgewohnte  Mundart;  die  eigentliche  dänische  Literatursprache  ward
nur  von  wenigen  geübt,  und  auch  das  Hochdeutsche  hatte  im  wesentlichen
  seine  Heimat  bei  Beamten  und  sonstigen  Deutschen  oder  den
Gebildenen  unter  der  Bürgerschaft.  Seit  dem  Jahre  1850  und  1851
trat  hierin  durch  Auswanderung  der  deutschen  und  durch  Einwanderung
  von  national  dänischen  Beamtenfamilien  sowie  durch  die  Sprachreskripte
  ein  Rückgang  ein,  auch  wenn  man  annimmt,  daß  die  Schilderung,
  die  der  Apenrader  Ständedeputierte,  der  Senator  Bahnsen,
in  der  Ständeversammlung  am  3.  Januar  1854  von  den  Sprachver-