Die  Eprache  der  Geistlichen  und  Laien.  351

my  arme  man  so  gnedich  erschinen  und  by  dem  erbaren  Bartram  van  Anenelde
  de  gnedige  vorsche(d)ung  doen,  und  my  arme  man  ahn  Bartram  ein
gnedige  vorschrist  midt  delen,  dar  midt  he,  dewile  de  sake  in  J.  F.  G.  karke
sick  tho  gedragen,  und  van  den  Coosistorialen  tho  rechte  afgesecht,  und
ick  desfals  gefriet  worden  bin,  sick  besedigen  laten,  edder  wo  nicht,  dat
de  sake  bet  up  den  negesten  recht  und  landach  mochte  vorschauen  bliwen,
und  dat  ick  arme  man  an  ferner  fare  by  minom  arme  wiwe,  hus  und  hawe
sin  und  bliwen  moge,  veffenst  underdeniger  bitt,  Jwer  F.  G.  wollen  doch
de  afgesprakene  sententie  dorch  lesen,  up  dat  J.  F.  G.  de  sake  recht  vornemen
  mogen,  unbesworet  sin,  mi  arme  man  so  gnedich  erschinen,  und
ein  gnedige  vorschrift  an  Bartram  meddelen,  dat  wert  der  almechtige  und
ewige  Godt,  de  eine  vorgelder  und  beloner  aller  woldatt  ock  erkenner  aller
bedrowenden  herten,  unvorgulden  nicht  laten,  und  ick  arme  elende  olde  man
sy  des  umb  J.  F.  G.  wit  liwe,  gude  und  blode,  na  alle  minem  vormoge
thovordenen  in  aller  underdenicheit  bercit  und  willich,  des  erkenne  de
almechtige  Godt,  de  ick  J.  F.  G.  hirmit  troulich  bevele.
J.  F.  G.  underdenige  gehorsame
und  willige  undersate
Jes  Schroder  tho  Holm.

Nach  einer  darüber  abgegebenen  Kirchspielswinde  war  die  Tat
zweimal,  am  Ostertage  des  Jahres  1564  und  1565,  geschehen.

2.  Schreiben  des  Pastors  Joh.  Christiani
an  den  Generalsuperintendenten  Paul  von  Eitzen.  1578.7

Würdiger  Herr  Doctor,  gude  Herr  Superintendens,  gude  fründt.
Würdige  Horr  Doctor!  lck  arme  unwürdige  dener  des  götlichen  wordes,
wahnhaft  tho  Leuth,  mit  nahmen  Johannes  Christiani,  wünsche  juwe  Würden
  voel  glück  unde  heil  in  juwem  amte  an  lief  und  seel  tho  erholden  in
ewigkeit.  Unde  kan  juwe  Würlen  nich  bargen,  dat  ick  armo  Re,  mi,  fa,
8So,  Ia,  Johannes  Christiani,  hebbe  hier  tho  Leuth  eene  tidtlang  gewahnet
unde  hebbe  5  söhns  unde  3  döchtern,  de  willen  eten,  unde  tho  Leuth  is
nich  veel:  brod  is  da  nich,  beer  is  da  ock  nich,  unde  de  köfte  kruck  is
bald  uth;  dee  alles  op  eenen  söfsling  hebben  schall,  de  schall  ehn  tügniss
gewen.  Mine  kinder  schölen  tho  Ostenfeld  den  lüden  under  der  föte  liggen,
beter  konden  se  uu  arbeit  dohn.  Darum  lan  juwe  Würden  mie  de  karcke
tho  Boel  wohl  gönnen:  truwet  jume  Würden  mie  2  karcken  tho,  so  konden
to  mie  ock  wohl  de  eene  dartho  truwen.  Ick  hebbe  lange  gnug  twischon
Leuth  und  Tarstede  fleuten  gahn:  latet  eenon  jungen  lecker  ock  so  lang
lopen,  denn  ick  hebbe  sowohl  tho  studium  gestahn  as  der  eener.  6y  hebben
900  Marck  binnen  Schlelswig,  da  Juw  neen  schnee  edder  stoff  under  de

1)  Dänische  Bibliothek  V.  200  ff.