440  H.  Die  däntschen  Sprachrestripte  vom  Jahre  1851  und  ihre  Folgen.

Zeiten,  die  die  Voreltern  durchlebten,  in  den  Nachgeborenen  sestzuhalten
  oder  zu  erneuern,  will  ich  wenigstens  die  Gemeinden  aufführen.
die  damals  zuerst  unter  den  drückendsten  Verhältnissen  und  trotz  geringer
  Aussicht  auf  irgend  einen  Erfolg  den  Mut  nicht  sinken  ließen
und  mit  kräftiger  Hand  den  Handschuh  zurückschleuderten,  den  das
Eiderdänentum  ihnen  ins  Gesicht  geworfen  hatte.  Aus  der  Propstei  Tondern
  werden  aufgeführt:  Klixbüll  (mit  123  Unterschriften),  Braderup
(mit  87),  Karlum  (mit  225).  Lügum  (mit  114),  Humptrup  (mit  70),
Medelby  (mit  384),  Leck  (mit  1326),  Ladelund  (mit  97),  Aventoft
(mit  100),  Uberg  (mit  60—  70  Unterschriften,  dereu  Petition  aber
von  Gendarmen  weggenommen  war  und  nicht  an  die  Stände  gelangte),
Bülderup,  Tingleff  und  Burkall  (zusammen  mit  129),  die  Stadt  Tondern
  (mit  196),  Bau  (mit  718  Unterschriften).  Aus  der  Propstei
Flensburg  liefen  ein:  Handewith  (mit  610),  Walsbüll  (mit  316),  Nordhacksted
  (mit  601),  Großen-Wiehe  (mit  625),  Wanderup  (mit  375),  Jörl
(mit  658),  Eggebek  (mit  713),  Sieversted  (mit  619),  Oversee  (mit  575),
Groß-Solt  (mit  767).  Klein-Solt  (mit  199),  Hürup  (mit  534),
Sörup  (mit  884),  Sterup  (mit  523),  Esgrus  (mit  616),  Quern  (mit
728),  Steinberg  (mit  516),  Neukirchen  (mit  114).  Grundhof  (mit
1582),  Husby  (mit  964),  Munkbrarup  (mit  1199),  Rüllschau  (mit
207),  Glücksburg  (mit  542),  Adelby  (mit  1573),  und  von  der  Bürgerschaft
  Flensburgs  protestierten  767  gegen  die  Einreihung  ihrer  Stadt
unter  die  gemischten  Distrikte.  Aus  der  Propstei  Husum-Bredsted
werden  aufgeführt:  Joldelund  (mit  71  Unterschriften),  Viöl  (mit  200).
Olderup  (mit  68),  Schwesing  (mit  111);  ans  der  Propstei  Gottorp:
Treia  (mit  723),  Ulsby,  Fahrensted.  Havetofst,  Thumby,  Struxdorf,
Satrup,  Boel  und  Norderbrarup  (zusammen  mit  879),  Boel  besonders
  mit  43  und  Norderbrarup  mit  701  Unterzeichnern.  Diesem
gewaltigen  Ansturm  gegenüber  gab  es  nur  wenige,  die  sich  bewegen
ließen,  Gegenadressen  zu  unterzeichnen;  in  Ladelund  hatten  diese  zweifelhafte
  Ehre  71  Einwohner,  in  Oversee  12  und  aus  den  Kirchspielen
Grundhof,  Quern,.  Sterup,  Steinberg,  Norderbrarup  im  ganzen  96.
Auch  die  Flensburger  „dänische  Schule“  verfehlte  nicht,  um  die  Aufnahme
  der  Stadt  unter  die  gemischten  Distrikte  nachzusuchen.

Bei  den  Verhandlungen  über  das  Minoritätsvotum  traten  die
gegensätzlichen  Anschauungen  auf  das  stärkste  hervor;  maßvoll  und