474  I.  Die  nationale  und  sprachliche  Entwickelung  seit  1864.

1902  1903  1904  1905
ni  dãni  dän

deutjch  **  deutsch  a  „uirndin,  wuabasain
Grömebke.2  7  16  7515  68  14  60
Hierting9  62  16  65  246612666
Hsortwatt  7  16  9  16  6  19  5  25
Hügum  mit  Brösirup  i1  911  15  68812110323113
Jels  mit  Trolkier  80  8924  9526  86
Kjöbenhoved.  .  .—  42  2  50  3  43  3  42
Langetwedt  2  56  2  54  4  54  4  43
Lintrup  .  7  43  7  43  6  4611s  48
MeilhrH)y.2  31  7  30  8  35  3  36
Osterlinnet  6  55  5  47  4  57  5  66
Stenderup  und  Moibüffrl
  7  43  5  47  5  47  3  44
Rödding  21  121  24  128  36  1306  125
Schottburg  u.  Skudstrup.
  .  .  .  .  26  114  177743  215
Thise.  57  2  60  2  58  2  55
Toruum.  ..  .14  24  13  211  24  9  35
Westerlinne  2  51  2  54  2  48  3  48
Scherrebbeh.6  96  3  195327  203  203
Woyers48  6759  69  51  68  40  77

Hält  man  alle  Ansiedelungen  im  Westen  zusammen  mit  den  Aufnahmen
  über  rein  deutschen  Religionsunterricht  und  die  Haussprache
der  Kinder  in  demselben  Gebiete,  so  sieht  man,  wie  sich  hier  der
deutsche  Einfluß  in  weit  höherem  Maße  geltend  macht  als  in  dem
östlichen  Teile  des  Kreises,  wo  ein  Wechsel  des  Grundbesitzes  zugunsten
des  Deutschtums  wegen  der  höheren  Preise  sich  nur  in  geringem  Maße
vollzieht.  Siehe  S.  479.

Die  statistlschen  Erhebungen  1)  über  die  Sprachverhältnisse  geben
nur  im  allgemeinen  ein  zutreffendes  Bild:  sie  stoßen  besonders  in  den
zweisprachigen  Gebieten  auf  Schwierigkeiten,  die  nicht  leicht  zu  heben

1)  Über  die  statistischen  Aufnahmen  um  1890  und  in  den  Jahren  vorher,
insbesondere  des  sogenannten  dänischen  Sprachgebietes  vergl.  Sönderj.  Aarb.  1893;
Adler:  Zeitschrift  XXI;  41  ff.;  Langhans  in  Petermanns  Geogr.  Mitteilungen
1890  S.  247—249,  1892  S.  292—259:  1865  S.  249—252;  1899  Heft  II
behandelt  die  amtliche  Zählung  von  1890  u.  a.