Fern  vom  Krieg

Blaufarbig  blühn  die  Kstern  an  den  Steigen;
im  beckenbuschwerk  reift  die  Iliedertraube.
Wir  sitzen  schattig  in  der  Gartenlaube,
umher  ist  Licht  und  unbewegtes  Schweigen.

Uur  dann  und  wann  entweht  ein  leises  Lachen
dem  Kreis  der  Gäste,  die  den  Sonntag  feiern,
dann  wieder  hängt  mit  ihren  Sonnenschleiern
die  Stille  sich  um  Ulenschensinn  und  Sachen.

Wir  sind  vertieft  in  unserm  beimatglücke;
die  Rede  rühmt  die  deutschen  Siegestaten.
Jenseit  des  Degs  verharrt  ein  Trupp  Soldaten,
wachdienstbereit  zum  Schutz  der  Elbstrombrücke.

Jetzt  klingt  ihr  Lied;  schwermütig  schmiegt  die  Weise
sich  ins  Gelände,  das  zur  Nacht  sich  rüstet.

Und  Krieger  jauchzen,  die  nach  Kampf  gelüstet,

ein  rascher  Bahnzug  donnert  auf  der  Reise.

Und  KAbschiedwinken,  langes  Tücherschwenken,
und  all  die  Liebe  mag  Rein  Ende  haben.
Wenn  wir  dereinst  in  der  Erinnerung  graben,
glüchvoller  Tag,  wir  dürfen  dein  gedenken.