Herbst  im  Hafen

Es  fällt  vom  Meer  ein  dunkler  Sturm  ins  LCand,

der  will  die  Flut  bis  auf  den  Grund  zerpflügen;

die  Möwen  fliehn  in  weißen  Flatterzügen.

Herbstlaub  verweht  am  Strand.

Dort,  wo  die  Wolken  regenvoll  sich  ballen

und  schreckhaft  niederfallen  wie  Lawinen,

dort  liegt  der  Hafen,  liegen  Werft  und  Hallen.

Derfrühter  Abend  dämmert  über  ihnen.

Wo  blieb  das  liebe,  altgewohnte  Bild?

Kein  Schauspiel  wogt,  kein  Cebenslärm  erschrillt,

einsam  im  Sturm  verrauscht  das  dumpfe  Dünen.

Die  Schlepper  schlafen  und  die  Ozeanhünen.

Im  fremden  Meer,  wer  weiß,  wie  fern  und  wo,

bändigt  der  Krieg  die  heimischen  Gefährten.

Wann  schwimmt  zur  See  die  Fracht  von  tausend
·  Werten?

Des  grauen  Friedens  wird  der  Geist  nicht  froh  .  ..

Die  Welle,  die  im  Sturme  schäumt,

kommt  ahnungschwer  ans  hohe  Land  geflogen:

Das  Leben  hier,  das  wie  in  Trauer  säumt,

bald  wird  es  mächtig  wieder  wogen.

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