Wintermorgen

Kein  Zweig,  kein  Halm  ist  trocken.
In  den  starren  Bäumen  hocken
aufgeplusterte  Krähen,

die  nach  Beute  spähen

in  des  Tages  Grau.

Uiederstreut  der  Tau

seine  Tropfen

aus  der  Dämmerschwere.

Don  den  Feldern  kommt  das  Klopfen
der  Maschinengewehre;

weiße  Flämmchen  zucken  aus  unsichtbaren  Rohren.
Tief  im  Uebel  verloren,

dunkel  wie  Erde,

ziehen  Soldaten  und  Pferde.

Befehle  fallen  und  verhallen;

an  die  Häuser  prallen

schwere  Schüsse  jetzt  vom  Schanzenhügel.
Eine  Krähe  schreckt  auf,  schwingt  ihre  Flügel,
schwebt  in  ein  tonloses  Gartental.
Hinter  ihr  die  Ufererlen

säen  ihre  Wasserperlen

in  den  Stadtkanal.

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