Ihr  Junge

Sie  sprach  vom  Krieg,  und  dann  von  ihrem  Jungen:
„Mit  siebzehn  Jahren  hat  er  sich  gestellt;

und  stand  von  Enfang  an  im  Feld,

bis  eine  Kugel  ihm  ins  Bein  gedrungen.

Er  kam  ins  Cazarett;

im  Elsaß  lag  er  wochenlang  zu  Bett.

Ein  bißchen  schlimm  ist  ja  der  Schuß  gewesen.
Doch,  Gott  sei  Dank,  nun  wird  er  wohl  genesen!“
Und  braucht  nicht  wieder  an  den  Feind  zurück?
„Ich  hoffe  sehr  —  wenn  ich  ihn  weiter  stärke!

Es  wäre  nur  ein  halbes  Elück,

ein  halbes  beldenstüch  am  Siegeswerke.

Er  ist  mein  einzig  Kind  —  ich  liebe  meinen  Knaben.
Kber  Deutschland  muß  Streiter  haben.“

Ich  drüchte  dankbar  ihr  die  hand  darauf.
In  ihren  Kugen  ging  ein  Leuchten  auf.