Den  Freunden  vor  den  Feinden

Weihnachtliche  Begleitworte.

Wenn  diese  Sendung  dort  ihr  Ziel  erreicht,

dann  ist  die  Zeit  vermutlich  frommer  Träume,

wo  bald  der  Ciebe  letzter  Schatten  weicht;

ist  wohl  die  Seit  der  deutschen  Weihnachtsbäume
bier  stehn  die  Wälder  wie  zu  Friedenstagen

in  Winterweihe  stolz  und  unversehrt.

Ihr  habt  des  Feindes  Übermacht  geschlagen;

ihr  habt  uns  treu  des  Landes  Schutz  gewährt.
Millionenvolk  der  siegenden  Soldaten,

dem  himmelsgüte  starken  Beistand  lieh,

so  urgewaltig  war  dein  Wille  niel

Uns  bebt  das  herz  im  Kngesicht  der  Taten.  —
Swar  mancher  schweigt  mit  sich  dahin  das  Weh,
den  seelentief  des  Schichsals  Schläge  trafen.

Diel  Wunden  sind,  viel  Tote  schlafen

der  heimat  fern,  da  draußen  unterm  Schnee.

Doch  weht  ein  Trost,  es  läutet  in  den  Lüften

das  Friedenslied,  von  Ewigkeit  bestellt.
Deutschland  dereinst  vor  allem  in  der  Welt!

Oann  gehn  die  Toten  lebend  aus  den  Erüften.

—  —  —  Denn  diese  Sendung  dort  ihr  Siel  erreicht,
vielleicht,  daß  dann  uns  Sehnsucht  überschleicht.
Der  Duft  verhaucht;  die  Kerzen  brennen  leise.  —
Wir  sind  bei  Euch,  Ihr  seid  in  unserm  Treise.