Gerüchte

Gerüchte  gleichen  jenen  Dogelzügen,

die  wie  Gewölk  auftauchen  und  versinken.
Eber  die  Seele  dürstet  und  will  trinken
und  sättigt  sich  zuletzt  an  frommen  Lügen.

Gerüchte  sind  wie  Düfte,  die  betäuben;

ihr  Quell  und  Ende  bleibt  im  Ungewissen.
Gewoben  rasch  und  wieder  rasch  zerrissen  —
wie  Uebelperlen,  die  im  Wind  zerstäuben.

Wann  wird  die  Wahrheit  sich  dem  Wunsche  fügen?
Uoch  rasen  rings  des  Krieges  weite  Brände.

Don  Frieden  flüstert  heimlich  die  Legende.

Sie  mag  zum  Trost  der  #A#ngst  genügen.

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