Fromm  und  still

Uoch  klagt  das  Ceid,  die  Zeit  wird  spät  —
entschlafen  will  die  Sehnsucht  oft.

Der  schwarze  Schnitter  mäht  und  mäht:
sein  giftig  Eisen  knirscht  und  trofft.

Das  Unheil  rast  ohn  Unterlaß

und  schleudert  weiter  Brand  und  Mord.
Die  Flamme  sengt;  die  Jlur  verdorrt.
Die  Menschen  sinken  hin  wie  Gras.

Gedulde  dich,  bis  der  bestimmt,

der  alles  hält  in  seiner  Hand!  —
Sei  still,  die  Todesglut  verglimmt,
sei  fromm  und  still,  mein  Daterland!