Heilige  Nacht.

Die  Uacht  hängt  ihren  Sternenmantel  dicht
um  Tod  und  Trübsal,  um  die  Haßgebärde
der  Völkerfeindschaft  auf  der  Erde,

wo  Menschenglück  vieltausendfach  zerbricht.
Sie  locht  das  Kerzenlicht  aus  stillem  Dunkel,
und  winkt  den  Träumen  hingewehter  Seit,
und  senkt  der  Ciebe  Glüch  in  stummes  Ceid.
Kus  Fernen  wandelt  zärtliches  Gemunkel;
ins  Ungewisse  blüht  ein  bunter  Kranz.
Gewesen  ach,  erloschen  ist  der  Glanz!  .  ..
Dieselbe  Sternenflut  verrieselt  still

so  hier  wie  dort,  wo  das  Derderben  lauert,
wo  Männerheimweh  in  den  Gräben  Rauert
und  doch  nicht  Rlagen  will..

Der  Duft  der  Tanne  taut

in  unser  Schweigen.

Unun  aber  bebt  ein  ehrner  Glockenlaut
sein  Halleluja  durch  den  Sternenreigen.

40