Ueujahr  iommt.

Wenn  des  Jahres  Ernte  heimgebracht  —
wißt  ihr  noch,  wie  wir  uns  freuten?
Übermütig  durch  die  Mitternacht

ließen  wir  die  Becher  läuten;

wünschten  Glück  und  Segen  voller  Elut;
niemand  mochte  Mord  und  Trauer  ahnen,
eh  der  Tod  entrollte  seine  Jahnen

und  die  Erde  Ströme  trank  von  Blut.

Denkt  daran,  das  Schichsal  war  uns  hold.
lich,  zuweilen  mußte  Demut  klagen!
Spürt  den  Millen,  der  die  Donner  rollt,
Jeindestrotz  und  Tücke  zu  zerschlagen!
Wenn  die  Elochen,  um  die  Uacht  zu  weihn,
ihre  Töne  durch  die  Lüfte  ranken,

soll  die  Flut  der  schaffenden  Gedanken
Ernst  und  Größe  sein.

Kus  der  Tiefe  in  die  Tiefe  fort

wird  die  Kraft  uns  zur  Erlösung  führen.
Und  Rein  Frevler  soll  den  Heimathort
ungestraft  mit  feiger  hand  berühren.
Was  uns  Rämpfen,  was  uns  hoffen  heißt,
kann  in  Schutt  und  Scherben  nicht  verstauben:
blank  und  blühend  steht  im  heldenglauben
Schwert  und  GEeist.

50