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So  gibt  in  den  allermeisten  Fällen  irgend  ein  weiblicher  Einfluß
  den  Ausschlag,  und  der  Mann  läßt  sich  von  der  weiblichen
pädagogischen  Einsicht  herdentiermäßig  führen.“  Nun  gibt

das  eben  erwähnte  Buch  von  Möbius  auch  ohne  unseren
besonderen  Gegenstand  zu  berühren,““)  zwar  den  Schlüssel  zum
Berständnis  des  geschilderten  weiblichen  Verhaltens;  aber
damit  ist  das  Nachgeben  des  Mannes  nicht  erklärt;  nicht  erklärt,
wie  einer  nach  abgelegter  Staatsprüfung  sich  vor  irgend  einem
welschschnatternden  Gänschen,  dessen  geistiger  Gesichtskreis
nicht  weit  über  das  Ziel  einer  Volksschule  hinausreicht,  ungebildet
  vorkommen  kann,  und  wie  er  deshalb  bereitwilligst  nun
das  eine,  was  zur  Bildung  vor  allem  andern  not  tut,  und  was
ihm  diedeutsche  Schule  nicht  genügendbeigebrachthat,  nochschnell
durch  einen  Aufenthalt  im  Land  der  Bildung  nachholt,  damit  er
seiner  künftigen  besseren  Hälfte  wenigstens  geistig  ebenbürtig
werde,  wenn  es  finanziell  nicht  der  Fall  ist.  Das  Ausgehen
auf  reiche  Heiraten,  das  Geschäftsinteresse,  das  seine  Kundschaft,
statt  durch  gründliche  Fachkenntuisse  und  gediegene  Leistungen
bequemer  durch  tadellosen  französischen  „accent“  zu  erlangen
hofft,  und  andere  niederen  Triebe  erklären  zwar  vielcs,  aber  nicht
alles.“*)  Unserehöheren  Schulen  wappnen  die  jungen  Leute,  die
aus  den  unteren,  noch  unverwelschten  Schichten  emporsteigen,

solche  nach  vildungi  für  ihre  Kinder  lechzenden  Eltern  ihrer  Ausgabe  besser
gewachsen  wären  und  ihres  Amtes  mit  mehr  Würde  walten  könnten.
*)  Mancher  Elsässer  bekommt  eigentlich  nie  gebildete  Menschen
ohne  französische  Umgangssprache  zu  sehen.  Eine  ältere  Dame  aus
em  oberelsässischen  Fabrikstädichen  kam  daher  unlängst  auf  einer
Reise  nach  Mainz  nicht  aus  dem  Staunen  heraus,  daß  vornehme
Damen  in  schönen  Kleidern,  die  sogar  in  zweiter  Klasse  fuhren,
kein  Wort  Französisch  miteinander  geredet  hätten.  „Vornehm“  und
französisch“  sind  eben  zwei  Begriffe,  die  Tausende  von  Elsässern,
*  besorwder  Elsässerinnen,  nicht  auselnander  halten  können.  Wenn
im  Hause  allenfalls  das  Deutsche  noch  bequemer  findet,  auf
der  Smraßt  oder  im  Zuge  darf  man  sich  damit  nicht  hören  lassen.
d  Suggestion  ist  so  mächtig,  daß  selbst  solche,  die  nicht  französisch
kömnen,  den  Bildungsschwindlern  willig  den  Vorrang  einräumen  und
3  nicht  als  Ungezogenheit  und  Unverschämtheit  dieser  Welschlinge
finden,  wenn  diese  sich  erlauben,  in  ihrer  Gegenwart  einc  von
hnen  nicht  verstandene  welsche  Unterhaltung  zu  führen.  Diesem  Mangel
an  jeder  völkischen  Selbstachtung  begegnen  wir  in  allen  Ständen.
*)  Mit  dem  Vuch  liegt  chie  Sache  in  dieser  Oinsicht  jebt
schwierig.  Als  ich  dem  verdienstroen  Forscher  für  ein  Kapitel  über
l  Elsaß,  den  nötigen  Stoff  zugänglich  machen  wollte,  erfuhr  ich
meinem  Schrecken,  daß  er  eben  gestorben  war.  Nun  hat  der
K##  er,  K.  Marhold  in  Halle,  allerdings  versprochen,  die  Sache
*  für.  skunstige,  Auflagen  im  Ange  behalien  zu  wollen.
vo#t  schreibt  in  seinem  Kulturproblem“,  S.  26:
Jenen  3  Feten  und  Juristen  altelsässischer  Herkunft  (die
ihren  Fried  dem  Deutschtum  geschlossen  haben)  steht  noch
immer  *  Wiß#sv  Gruppe  von  Medizinern  und  Farmazeuten