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elsässischen  Ausdrücke  als  da  sind:  „Scherer“,  „Schaber“,
„Rasierer“,  „Schnurrebutzer“  und  wie  sie  alle  lauten,  kommen
selbstredend  für  „gebildete  Menschen“  nicht  in  Betracht.  An
diese  Dinge  wurde  ich  gestern  erinnert,  als  ich  in  der  Rheinstraße
  und  in  der  Nähe  des  Ftochbrunnens,Coiffeure“  entdeckte.
Wie  würde,  dachte  ich,  unsere  liebe  Landesregierung  wieder  in
Not  kommen,  wenn  diese  Entdeckung  von  einem  unserer  Welschlinge
  gemacht  worden  wäre,  der  nun  wieder  über  diese  himmelschreiende
  Ungerechtigkeit  seine  Stimme  erheben  würde,  zum
Beweis,  wie  unser  armes  Elsaß  unterdrückt  werde')!

Aber  nicht  nur  die  Altdeutschen  wirken  auf  die  Entwicklung
unserer  Sprachverhältnisse  neben  den  einheimischen  Bildungsschwindlern
  ungünstig  ein,  sondern  besonders  auch  die
Viertelmillion  der  nach  dem  Krieg  aus  dem  Elsaß  nach
Frankreich  ausgewanderten  Elsässer,  die  mit  ihren  Verwandten
  daheim  in  reger  Fühlung  geblieben  sind.  Von  ihren
drüben  aufgewachsenen  Kindern  können  die  allerwenigsten
noch  deutsch,  da  sie  auch  auf  der  Schule  nicht  am  deutschen
Unterricht,  der  dort  Wahlfach  ist,  teilgenommen  haben.  Dafür
verlangen  sie  dann,  wie  bereits  ein  Beispiel  uns  gezeigt  hat,
daß  ihre  Verwandten  daheim  ihre  Kinder  welsch  erziehen.
Das  sind  die  Rewa  scheschreier  in  Frankreich,  die  auf  Kosten
der  französischen  Nation  mit  ihrem  französischen  Patriotismus
selbstsüchtig  Geschäfte  machen.  Aus  Haß  gegen  da  Deutschtum
und  in  der  Hoffnung  auf  baldige  Rewansche  haben  sie  einst
ihre  Heimat  verlassen.  Eine  versöhnliche  Stimmung  gegen  uns
wäre  darum  ein  Rückzug  und  für  ihr  Fortkommen  drüben
eine  schlechte  Empfehlung.  Darum  führen  sie  lieber  in  ihrer
neuen  Heimat  die  öffentliche  Meinumg  irre.  „Sie  sind  der
einzige  Elsässer“,  sagte  mir  ein  von  mir  sehr  hoch  verehrter
Franzose,  „von  dem  ich  je  solche  Ansichten  gehört  habe.“  Und
als  ich  ihm  neulich  meinen  Aufsatz  in  der  „Deutschen  Welt“
schickte,  schrieb  er  mir:  „Ihre  Ausführungen  über  den
elsässischen  „Bildungsschwindel“  habe  ich  sorgfältig  und  so
unparteiüsch  wie  möglich  geprüft,  ich  kann  mich  aber  mit
Ihrem  Standpunkt  nicht  ganz  versöhnen.  Denn  das  Französischsprechen
  im  Elsaß  erscheint  mir  als  Protest,  und  das  halte  ich
für  überaus  berechtigt  vom  Standpunkt  aus,  daß  jedes  Volk
oder  Bolksteil  über  seine  politische  Lage  selbst  entscheiden

*oh  Ichn  würde  daher  vorschlagen,  entweder  die  Elsässer  in  ihrer
Bildung“  gewähren  zu  lassen,  oder  im  ganzen  Reich  die
sämtlichen  „Frlsöre“  und  „Koafföre“  und  andere  ebenbürtige
Kindereien  zum  Teufel  zu  jagen,  damit  sich  niemand  über  Ungerechtigleiten
  bellagen,  und  kein  Welschling  die  angebliche  Armut
r  deutschen  Sprache,  die  auf  dem  Gebiet  der  leiblichen  Ber-En
  völlig  versage,  verspotten  könne.

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