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rechne  ich  nicht  zu  den  Kulturleistungen  im  engeren  Sinn.
Große  Feldherren  hat  das  Elsaß  auch  in  französischer  Zeit
hewvorgebracht.“)  Ein  Volk  zweisprachig  machen  heißt
einfach:  ihm  den  geistigen  Brotkorb  höher
hängen,  ihm  den  Weg  zu  wahrer  Erkenntnis
und  fruchtbarer  Geistesarbeit  mit  Dorngestrüpp
versperren.  Wenn  jemand  absichtlich  darauf  ausgienge,
ein  Volk  auf  eine  unverdächtige  Weise  zu  verdummen  undgeistig
zu  verarmen,  so  wüßte  ich  ihm  kaum  für  seinen  Zweck  ein  besseres
Mittel  zu  empfehlen  als  die  Zweisprachigkeit,  es  müßte  denn
Dreisprachigkeit  oder  Viersprachigkeit  oder  gar,  wie  wir
heute  Morgen  von  den  Anforderungen,  die  im  österreichischen
Reichsrat  an  den  Vorsitzenden  gestellt  werden,  hörten,  Neunoder
  geeneprachie  sein.
is  eine  Wendung  zum  Besseren,  als  ersten  Morgenfrahi
  isinemoendn  bchfenwirm  ibie  katsacheverzeichen,
daß  in  diesem  Jahr  fast  gleichzeitig  und  offenbar  unabhängig
von  einander  drei  Aufsätze  junger  Elsässer  erschienen  sind,
die  im  Brachmonat  dieses  Jahres  Herrn  Justizrat  Dr.  Ruland
in  Kolmer  Anlaß  gegeben  haben  zu  einer  Artikelreihe  in  der
Straßburger  Post  über  „die  elsässische  Frage  als  Kulturfrage“.
Hoffen  wir,  daß  die  einmal  aufgerollte  Frage  nicht  eher  wieder
zur  Ruhe  kommt,  als  bis  sie  die  elsässische  Jugend  zum  Nachdenken
  veranlaßt  und  ihr  ein  neues  Bildungsideal  hat  aufgehen
  lassen.  Ruland  will  seine  Aufsätze  demnächst  in  Buchform
  veröffentlichen  unter  Berücksichtigung  der  über  hundert
ihm  aus  allen  Teilen  des  Landes  zugegangenen  Zuschriften.  Die
„Alldeutschen  Blätter“  werden  seinerzeit  das  Erscheinen  melden.
Die  drei  Elsässer,  die  Ruland  die  Feder  in  die  Hand
gedrückt  haben,  sind  Otto  Flake,  René  Prévöt  und  Josef
Fleurent.  Der  erste  kommt  als  Sohn  eines  altdeutschen
Beamten  weniger  in  Betracht;  die  beiden  anderen  dagegen
sind  Altelsässer;  wie  ihr  Name  andeutet,  sogar  mit  französischer
Abstammung  und  sind  im  Elternhaus  beide  französisch  erzogen.

"  Vor  einer  Reihe  von  Jahren  meldeten  die  Zeitungen  den
Besuch  des  berühmten  amerikauischen  Erfinders  Edison,  von  dem,
wenn  ich  nicht  irre,  119  Erfindungen  ausgegangen  sind,  in  Berlin.
Ganz  nebenbei,  beim  Bericht  über  seinen  Besuch  am  Hof,  wurde
die  Tatsache  gestreitt.  daß  Edison  nur  englisch  verstehe.  „Armer,
ungebildeter  Mann.  dachte  ich,  „hättest  du  dir  das  Elsaß  als  Geburtsland
  ausgesucht,  so  #  du  von  deiner  sprachlichen  Unbildung
verschont  geblieben,  und  die  Großen  dieser  Erde  hätten  dann  in
einer  gebildeteren  Sprache  mit  dir  reden  können  —  falls  sie  dann
überhaupt  noch  von  auffallenden  Leistungen  deinerseits  etwas  zun  hören
bekommen  hätten.  Das  Elsaß  hätte  dich  vor  deiner  erschrecklichen
Unbildung  bewahrt  und  wahrscheinlich  auch  vor  der  polizeiwidrig
großen  Zahl  deiner  Erfindungen.“