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ersten  Ranges;  die  zum  passiven  Brückendienst  Erniedrigten
egen  Kulturträger  peüer  Güte.  Das  Unglück  des  Elsasses

ist  —  daß  es  die  Wahl,  ob  einer  Brücke  oder  Kunstwerk
werden  will,  nicht  frei  läßt,  sondern  daß  die  öffentliche
Meinung  auf  jeden  Einzelnen  zugunsten  der  Brücke  einen  so
umgeheuren  Druck  ausübt,  das  ihm  die  Allermeisten  erliegen.
Die  Erhebung  Elsaß-Lothringens  zum  Bundesstaat  würde
diesen  Zustand  zu  einem  dauernden  machen  und  zum  Druck  der
öffentlichen  Meinung  noch  den  Druck  staatlichen  Zwanges
fügen.  Wer  darum  wünscht,  daß  das  Elsaß  im  neuen  Deutschen
Reich  wieder  die  große  geistige  Rolle  spiele,  die  es  einst  im
Kulturleben  des  alten  Reiches  vor  dem  dreißigjährigen  Krieg
inne  hatte,  dessen  erste  Frage  muß  sein:  „Wer  schützt  uns  „Ungebildete“
  und  unsere  Muchsenen  vor  der  „Bildung'  unferer
„Gebildeten'?“  Er  muß  daher  gegen  die  im  Elsaß  schon  für
jetzt  erstrebte  selbständige  Verfassung,  bei  der  das  übrige
Deutschland  nichts  mehr  in  unser  Bildungswesen  hineinzureden
  hätte,  seine  warnende  Stimme  erheben.  Und  da  der
Alldeutsche  Verband  diesen  Wunsch  sicherlich  mit  mir  teilt,  so
btte  dich  i.  um  Unterstlung  desselben  durch  eine  Eingabe

den  mndesrat.

nsan  im  Anschluß  an  den  Vortrag.

r  Alldeutsche  Verband  hält  die  Erhebung  des  Reichslandes
zum  nnu—N3  Bundesstaat  zur  Zeit  mit  Rücksicht  ai  die  sprachlichen
  JZustände  daselbst  für  eine  schwere  Gefahr  für  das  bodentändige
  Deutschtum  und  die  kulturelle  Entwickelung  des  Landes,  da
nsbesondere  die  Auslieferung  des  Schulwesens  an  selbständige
la=  lothringische  Behörden  zur  fortschreitenden  Verwelschung  des

6  führen  müßte;  er  hält  ferner  eine  zuverlässige  und  unpartestsche
  Erhebung  über  die  Zunahme  oder  Abnahme  des  Gebrauchs
  des  Französischen  als  häusliche  Umgangs=  und  Erziehungsprache

  im  Reichslande  für  dringend  erforderlich,  besonbers  auch  zur
Pechenunn  des  Jeitpunktes,  von  wo  ab  die  Gefahr  als  Überwunden
etrachtet  werden  kann.)

II.  Zuschriften  über  diesen  Vortrag.
1.  Ohne  Unterschrinn.
ay  über  die  Vorzüge  der  t(ranzolischen  Sprache.

Auf  meinem  Heimweg  von  Wiesbaden  kam  mir  bereits
  folgende,  mir  von  der  Post  nachgesandte  Karte  aus
Frankfint!  a.  M.  entgegen:  „Unsinn  geschwätzt  in  Wiesaden.

  Französisch  ist  schön  und  bleibt  Sprache  der
Gebildeten,  ob  man  sich  auch  ärgert.“