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südafrikanischen  Sprachen,  weist  mithin  mehr  auf  Choleriker
als  auf  Sauguiniker.  Diese  meine  Ansicht  stützt  sich
darauf,  daß  die  für  die  malayo-polynesische  Stammbildung
im  hohen  Grade  charakteristische  Reduplikation  und  Wiederholung
  im  Romnanischen  eine  bedeutendere  Rolle  als  in
jeder  anderen  indogermanischen  Sprache  spielt.

Es  sind  folgende  Fälle  zu  unterscheiden:

1.  Reduplikation  mit  unverändertem  zweiten  Bestandteil
  als  Mittel  der  Deminution,  in  größerm  Umfange
wohl  nur  im  Französischen  nachzuweisen,  z.  B.  bebete,
bibiche,  bobonne,  bobosse,  fréfreère,  pépère,  poupoule.

2.  Reduplikation  mit  verändertem  zweiten  Bestandteil
  ohne  Beeinträchtigung  des  Reduplikationscharakters:
z.  B.  Lolotte,  Titine,  cocons  (von  conscrit),  Fitine,
Cocotte  (von  coq).

3.  Reduplikation  mit  derartiger  Verstümmelung  des
zweiten  Bestandteils,  daß  das  Ganze  den  Eindruck  der
Wiederholung  macht,  z.  B.  baba  von  ébahi,  dobo,  dodo,
joujou.

4.  Wiederholung  eines  schon  vorhandenen  Wortes,
z.  B.  bonbon,  gucux-gueux,  chien-chien,  Jean-Jean.

5.  Wiederholung  eines  aus  einem  bekanntem  Stamme
geformten  Wortes,  z.  B.:  fanfan  von  enfant.

6.  Wiederholung  eines  neugeschaffenen  oder  an  einen
nicht  mehr  bekannten  Stamm  angelehnten  Wortes,  z.  V.
ban-hban,  boui-boui,  chou-chou,  dig-dig,  fla-fla."

Die  Acadéwmie  française  hat  allerdings  diese  Neubildungen
  noch  nicht  alle  eingesegnet.  Das  Walten  des
malayo  polynesischen  Sprachgeistes  zeigen  aber  auch
französische  Kosenamen  wie  Loulou,  Riri  usw.

Wo  wir  im  Deutschen  ähnliche  Wortklänge  zu  hören
bekommen,  z.  B.  Papa,  Popo,  da  wird's  wohl,  denke  ich,
meist  Lehngut  aus  dem  Lande  der  höhern  Bildung  sein  oder
wenigstens  Wortbau  nach  dortigem  Muster.  Ich  breche
die  sprachliche  Betrachtung  hier  ab  mit  dem  Gedanken:

„Wer  suchen  will  im  wilden  Tann,
manch  Waffenstück  noch  finden  kann.“

b)  Französisch  als  Verkehrsbedürknis.

Ein  zweiter  Briefschreiber  ohne  Namen,  dem  Poststempel
nach  in  Köln,  sendet  einen  Bericht  der  Kölnischen  Zeitung  ein,
der  zur  Wiedergabe  meiner  Hauptgedanten  den  Schluß  fügt:
„Soweit  Pfarrer  Spieser.  Wir  sind  im  Gegenteil  der  Ansicht,
  daß  der  Wert  fremder  Sprachen  bei  uns  noch  nicht  hoch
gemgg  eingeschätzt  wird,  vor  allem  nicht  mit  Rücksicht  auf  den