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praktischen  Wert  im  Wirtschaftsleben.“  —
Der  Einsender  bemerkt  dazu:  „Auch  ich.  Beachten  Sie  den
Schluß  und  nehmen  Sie  ein  Beispiel.  Lob  kann  ich  Ihnen  auf
Ihre  Ausführungen  leider  keines  schenken.  Sie  als  echter
elsässer  Bauer  sollten  sich  doch  etwas  schämen  und  sich  noch
unter  die  echten  Elsässer  gerechnet  zu  wissen.  Wie  mögen  da
die  echten  Deutschen  in  meinem  Heimatslande  gejubelt  haben.
Ich  schäme  mich  hier  vor  meinen  Kollegen,  ein  Elsässer  zu  sein.
ui!“

Einsender  gibt  seiner  Voraussetzung,  ein  „unechter  Deutscher“
  zu  sein,  mindestens  durch  seine  Sprache  recht  und  beweist
damit,  wie  recht  ich  habe,  bessern  deutschen  Sprachunterricht
zu  verlangen.  Sodann  ist  sein  Schreiben  belehrend  für  den,
der  die  völlischen  Begriffe  der  meisten  Elsässer  studieren  will.
Elsässer  und,  was  ich  Bildungsschwindler  nenne,  ist  für  ihren
durch  zwei  Sprachen  erhellten  Verstand  ein  und  dasselbe  Ding.
Ein  Elsässer,  der  nicht  Bildung  schwindelt,  hat  die  verdammte
Pflicht  und  Schuldigkeit,  sich  dafür  „etwas  zu  schämen“.  Die
meisten  schämen  sich  dieser  „Unbildung“  auch  tatsächlich.  Ein
Freund  von  mir  fuhr  einst  an  einem  Abend,  wo  Stoskopfs
Hoslieferant  im  Straßburger  Theater  gespielt  wurde,  in  einem
Straßburger  Tram  und  hörte  einen  Welschling  über  den
Dichter  schimpsen,  der  sich  nicht  schäme,  sein  „eigen  Nest“  zu
verdrecken.  In  solcher  Verwirrung  besinden  sich  in  unserem
Land  alle  völkischen  Begrisse.  Prächtig  ist  auch  die  Unterscheidung
  von  „echten“  und  „unechten“  (2)  Deutschen.  Gewöhnlich
  lautet  die  Unterscheidung  „Deutsche“  und  „Elsässer",
so  wie  man  etwa  von  Deutschen  und  Russen  oder  von  Japanern
und  Chinesen  oder  Russen  und  Japanern  spricht.  Vielleicht
hat  der  Aufenthalt  im  Rheinland  den  kleinen  Fortschritt  von
dieser  völkerkundlichen  Einteilung  zu  seiner  eigenen  sonst  weniger
gebräuchlichen  bewirkt.

Was  mum  die  mir  freundlichst  zugänglich  gemachte
Außerung  der  Kölnischen  Zeitung  anbelangt,  so  weiß  ich  sehr
gut,  daß  bis  zur  allgemeinen  Einführung  einer  zwischenvölkischen
  Hilfssprache  als  Weltsprache  in  den  Völkerverkehr,
die  Erlermung  recht  vieler  Sprachen  für  den  Kausmann  ein
sehr  notwendiges  Ubel  ist;  und  zwar  kommt  das  von  über  150
Millionen  gesprochene  Englische  in  der  Notwendigkeitsreihenfolge
  vor  dem  von  50  Millionen  gesprochenen  Franzäsischen.
Darum  habe  ich  mich  als  langjähriges  Vorstandsmitglied  des
über  25  Länder  verbreiteten  Weltlautschrisftvereins  (Association
phonétique  internationale)  viel  mit  der  Erleichterung  des
Sprachenlerneus  abgegeben,  um  das  llbel  möglichst  durch
gutes,  zweckentsprechendes  Lehrverfahren  abzuschwächen.  Man