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Über  sein  „kimeo  hominem  unius  libri'  (ich  fürchte  die
Merschen,  die  nur  ein  Buch  gelesen  haben),  kann  ich  ihn
völlig  beruhigen.  Ich  habe  in  meinem  Leben  mehr  als  ein
Buch  gelesen,  und  was  ich  in  der  „Deutschen  Welt“  geschrieben
und  in  Wiesbaden  geredet  habe,  habe  ich  aus  keinem  Buch
abgeschrieben  auch  nicht  aus  Jozewicz's  Buch  des  guten
Tones  oder  der  guten  Lebensart,  oder  wie  der  Titel  heißt.
Er  braucht  also  seine  Zuflucht  nicht  zum  Latein  zu  nehmen.
Dieses  letzte  Mittel  habe  ich  S.  19  andern  Leuten  empfohlen,
für  den  Fall,  daß  er  ihnen  wieder  den  Boden  heiß  macht.

Besonders  gefreut  habe  ich  mich  auch,  daß  er  den  Hauptgedanken
  meines  Wiesbadener  Vortrags  so  richtig  verstanden
hat.  Es  geht  das  aus  seiner  Zusammenfassung  des  Ganzen
hervor:  „Vous  avrz  une  si  médioere  valeur  intellectuelle
Gdu'on  ne  saurait  sens  danger  vous  permetire  de  vous
gouverner  vous-#neme.'“  Trotdem  befürchte  ich  ein  Mißverständnis
  durch  die  Zweideutigkeit  des  Wörtleins  „vous“,
das  drei  Mal  die  Bildungsschwindler  allein,  und  da,  wo
ich  es  gesperrt  habe  drucken  lassen,  das  ganze  Volk  bezeichnet.

  Die  Bildungsschwindler  wollen  eben  nicht  nur
sich  selbst,  sondern  das  ganze  elsässische  Volk  regieren.

Daß  ich  mit  dem  Wort  „Bildungsschwindel“  seinen  Geschmack
  nicht  völlig  getroffen  habe,  tut  mir  wirklich  sehr  leid,
ich  bitte  dafür  um  Entschuldigung.  Er  schreibt:  „Ce  que
M.  Spieser  est  heureux  et  fier  d’'avoir  tronyé  ce  mot  dui
fait  image!  J’ai  deja  dit  duc  dons  son  article  de  la  Deutsche
  Welt  il  le  répétait  à  satiété,  Comme  si  dans  ces
quatres  syllabes  se  trouvail  toute  la  sagesse  des  nations.
Bildungsschwindel,  cela  repond  videmment  à
tout,  etcst  l’argument  irréfutoble,  c'iest  la  mächoire  avec
laquelle  Samson  assommeait,  en  se  jouant,  dueldques  milliers
de  Philistins.'“  Das  Wort  Bildungsschwindel,  dessen  Silben
er  sogar  gezählt  hat,  scheint  also  für  ihn  ein  sehr  unverdaulicher
  Brocken  zu  sein,  an  dem  er  vergeblich  herumkaut,
ohne  ihn  verschlucken  zu  können.  Erst  diese  Beobachtung  hat
mir  das  Verständnis  für  das  Urteil  des  Schweizer  Arztes
S.  44  über  dieses  so  unverantwortlich  oft  von  mir  gebrauchte
Wort  geöffnet.

Eins  meiner  Pfarrlinder,  mit  dem  ich  von  der  Sache
gesprochen,  hatte  die  Freundlichkeit,  mir  die  erwähnte
frühere  Nummer  mit  dem  Aufsatz  zu  verschaffen,  in  welcher
„aus  Barmherzigkeit“  (bien  que  connaisant  le  nom  de
Tauteur,  j'avais  606  assez  charitahlo  pour  ne  pas  le  donner)
mein  Name  noch  nicht  genannt  war.

Als  ich  den  ersehnten  Aufsatz  mit  Hilfe  des  Wörterbuchs