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Bedeutung.  (Bitzius  lebt  und  schreibt  nur  im  Dialekt;  außerdem
ist  er  vielmehr  durch  Feinheit,  Fülle  und  Tiefe  der  Psychologischen
  Schau  als  durch  den  Stil  ausgezeichnet.)  Dagegen  Joh.

Mulller,  Usteri,  Gottfr.  Keller,  Lontad  Ferdinand  Meyer
alle  aus  dem  einsprachigen  Osten.“

3.

Prof.  Dr.  Th.  Ziegler  schreibt  in  der  Halbmonatsschrift
  „Die  Wahrheit“.  (Band  III.  1894).

Nur  der  kann  und  soll  —  fremde  Sprachen  lernen,
der  eine  Muttersprache  besitzt  und  bereits  inne  hat,  in  ihr
befestigt  ist  und  einen  Halt  gefunden  hat.  Darum  nichts  Unglücklicheres
  als  ein  Kind  oder  gar  ein  Volk,  das  von  Anfang  an
in  zweierlei  Sprachen  reden  lernt;  zwei  Sprachen  gleichmäßig
sprechen,  heißt  in  keiner  Sprache  heimisch  sein.  In  der  Sprache
eines  Volkes  sind  seine  Interessen  und  Gefühle  niedergelegt;

)  Das  Beispiel  der  Wessschweiz  beweist  übrigens  durch  das
sortwühredes  Ostwärtsrücken  der  Sprachgrenze  in  dem  von
azaruo  genannten  Freiburg  war  z.  B.  noch  im  nsong  vorigen
t#  das  Deutsche  Umgauge=  und  Amtssprache,  heute  ist
es  fast  völlig  verschwunden  —,  daß  die  eßweeisorachig  keit  unmer  nur
eine  Durchgangsstuse  ist,  weil  eben  kein  Volk  —*  Unding  des
Sprachzwitkertums  auf  die  Dauer  aushält.  In  dem  Maße  wie
mon  sich  der  fremden  Sprache  mehr  und  mehr  befleibigt.  man

chen  Schweiz  jetzt  (noch  in  den  uh  Jahren  war  es  nicht
eem  Kanton  Basel  verlichert
  vom  12.  Jahre  ab  r  Schulzwang  dauert  bis  zum
6.  Jahre  —  französis  gelerut  r  dagegen  in  der  französtschen
S  wenigstens  aus  den  Dörfern,  nicht  deutsch.  Ich  war  voriges
Jahr  zur  Erholung  im  Waadtland.  Die  Famille  meiner  Birlin,
einer  Witwe  mit  zwei  verheirateten  Söhnen,  die  beide  wieder  Kinder
hatten,  übrigens  sehr  liebe  Leute,  hatte  einen  deutschen  Namen,  aber
niemand  konnte  ein  Wort  deutsch,  außer  dem  ältesten  Sohn,  der  bei
Verwandten  in  der  beutschen  Schweiz  konfirmiert  worden  war.  Er
sprach  das  Deutsche  etwas  langsam,  aber  Durchaus  fehlerfrei.  „Ich
könnte  es  besser“,  sagte  er  mir,  „ich  e  ost  in  die  deutsche
Schweiz,  aber  sobald  die  Lente  hören,  rahe  man  ein  französischer
Sthweizer,  ist,  reden  sie  kein  Wort  Deutsch  mehr  mit  einem,  sondern
freuen  sich,  ihr  Französisch  üben  zu  können“:  Einen  großen  Teil
der  Schuld  am  Zurückweichen  des  Denutschen  in  der  Schweiz  trägt
übrigens  die  SEchur  die  Schriftsprache  als  Umgangssprache  zu  verwenden.
  Eine  Mundart  ist  dem  Kampf  mit  einer  Schriftsprache
nicht  gewachsen.  Die  franzöfischen  Mundarten  sind  sast  verschwunden.
so  daß  die  deutschen  Mundarten  den  Wettbewerb  mit  einer  Schriftsprache
  aufnehmen  müßten,  die  als  Zeichen  der  Bildung  gilt.  Wer
deutsch  spricht,  wird  2  mileeidig  belächelt,  wie  ich  mehrsach  ans  der
Hinsahrt  durch  die  Westschweiz  in  der  Bahn  beobachten  kounte.